Cautiously ambitious

...keep it simple ;-)

…keep it simple ;-)

die Chiemgauer 100 Meilen sind einfach was Besonderes. Die Landschaft, die Leute, die Atmosphäre und auch der Rennablauf mit all seinen Regeln (es gibt fast keine!) machen diesen Event einfach einzigartig hier in unserer Gegend. Gi (Giselher Schneider, der Organisator und das Herz dieses Laufs) hat den „american spirit“ vor nun schon 11 Jahren in die schönen Chiemgauer Alpen verfrachtet. 2011 durfte ich das erste Mal dabei sein. Und seitdem war ich jedes Jahr wieder am Start. Auch heuer soll es wieder so sein. Die Motivation passt und ich freu mich einfach wieder hier zu sein. [„cautiously ambitious“ hab ich von Alex Nichols letztem Interview auf Talk Ultra; reinhören zahlt sich aus!]

...always fascinating how the final miles in a 100 miler can be enjoyable...

…always fascinating how the final miles in a 100 miler can be enjoyable… Danke Marcus für das Foto!

Am Donnerstag mittags früher aus dem Büro und ab nach Rupolding. Am Abend Quartier beziehen (=Parkplatz suchen) und etwas ausschlafen bevor es freitags dann ja auch schon losgeht. Für mich diesmal wieder um 19:00 (nachdem der 100 Meiler ein „Bonus“ zum 100km Lauf ist, darf auf die 100km Strecke (für uns km 87) erst frühestens um 4:30 am Samstag gestartet werden; somit muss jeder 100 Meilen-Läufer sich selber überlegen wann er am Freitag ab 14 Uhr (zu jeder vollen Stunde) starten will, damit er (a) nicht aus den Zeitlimits fällt und (b) nicht im Stadion vor Beginn der 100km Strecke zu lange warten muss.)

image1Wir starten zu zweit. Tobias Krumm und ich. Er ist der heurige Sieger und Streckenrekordhalter des 320km langen und fast 12000hm schweren Wibolt den er in 46:48 h finishte. Stark. Somit war sein Plan dieses Teil hier in etwa 23 Stunden zu finishen. Wohl berechtigt angesichts der Zahlen; wohl ein starker Mitstreiter; denn die sub-24 Stunden Marke ist mir erst letztes Jahr gelungen zu durchbrechen. Und dies bei guten Bedingungen und einen perfekten Antreiber: Rudi (der heuer leider nicht dabei ist und sein Glück beim Großglockner Ultra versucht).

Anfänglich geht es kurz eher flach dahin und wir laufen nebeneinander. Obwohl wir spät gestartet sind, ist es ordentlich warm. Besser gesagt schwül. Tobias läuft nach Pulsuhr und meint wir sind am oberen Limit. Beim ersten Anstieg rauf Richtung Zinnkopf meint er, es wäre für den Anfang wohl zu zügig und er macht nun etwas piano. Bei mir fühlt es sich gut an und ich nutze die Gunst der Stunde und laufe weiter. Schon nach wenigen Minuten bin ich alleine und kann meinen Rhythmus finden. Sehr schön. Zinnkopf rauf über die teils ausgemähten Pfade (danke Wolfi!) und oben der kurze Blick zum Chiemsee rüber. Dann aber Konzentration auf den Downhill runter zur ersten Labestation. Nicht gleich die Oberschenkel überstrapazieren; aber auch nicht zu locker lassen. Gesagt getan. In 1:37h erreiche ich V1; Hörgering. Silke ist da; ich schnappe mir meinen Rucksack und etwas Wassermelone und weiter gehts.

Richtung Lechner Hütte fängt es an mächtig zu blitzen. Die einbrechende Dunkelheit wird immer wieder kurzfristig vertrieben. Ein schönes Schauspiel. Für die die weit genug weg sind vom eigentlichen Gewitter. Der Blick Richtung Teisenberg lässt erkennen, dass es dort richtig umgeht. Von hier aus sieht das Gewitter genial schön (hell) aus, aber ich bin froh nicht mittendrin sondern nur dabei zu sein… Armin, der eine Stunde vor mir gestartet war, hat hier anderes zu erzählen; er kauerte eine gute halbe Stunde am Waldrand und seine Karbonstecken lagen weit von ihm weg. Als ich Hammer passiere scheint das Gewitter sich verzogen zu haben; aber herumliegende Äste verraten, dass es schon etwas umgegangen sein muss hier. Eine Abkühlung dieser „Tropenhitze“ (einfach echt hohe Luftfeuchtigkeit) brachte das Gewitter allerdings nicht. Rauf auf den Teisenberg quatscht es aus den Schuhen (obwohl ich keinen Regen abbekommen habe). Dies sollte sich später noch „rächen“…

Die Stoißeralm erreiche ich im Vergleich zum Vorjahr in guter Verfassung (allerdings 2min langsamer als 2014). Meinem Magen geht es gut; diesmal kein Tee notwendig. Ich fülle nur kurz meine Flasks und weiter gehts durch die Nacht. Rüber zur Steineralm geht es definitiv leichter als im Vorjahr. Sehr cool. Aber ich versuche meinen Rhythmus beizubehalten und gleichmäßig die km hinter mich zu bringen. In Adlgass bei km 52 gibt es dann die erste wirkliche Labe.

IMG_0225Vorallem für mich, weil Silke diese betreut. 23min schneller als letztes Jahr. Etwas Pause, etwas Essen fassen, etwas mit den Leidensgenossen plaudern, die teils einige Stunden vor mir gestartet sind. Die Nacht ist immer noch (zu) warm und ohne Shirt-Wechsel geht es weiter. Stecken schnappen und den Anstieg zur Kohleralm in Angriff nehmen.

Kohleralm: wie immer ein Fest. Einen halben Kartoffel, ein Stück Schoko und ein Red Bull (nochmals danke Wolfi und den Rest der Kohleralm-Crew!) sowie 2 Tassen Tee. Gestärkt ist der Downhill ein Spaß und runter zum Mauthäusel verläuft es unproblematisch. Kurz davor laufe ich dann auf Armin auf. Eine vegetarische Suppe. Gels nachfüllen, die Reservebatterien in die Stirnlampe tun und weiter gehts. Ab in die Weissbach-Schlucht, die wie immer eine Freude ist. Die Beine sind immer noch zum Laufen aufgelegt und nur meine Lampe meint sie sei schon müde. Reservebatterien sind aber schon drin. Tja, bald wird es ja Tag. Auf die niedrigste Stufe schalten und weiter (Anfängerfehler, ich weiss).

Beim Cafe Zwing geht es in die altbekannte Querung. Dieses Teilstück mit seinen Seilversicherungen ist einfach immer schön. Auch schön anstrengend. Aber immerhin laufe ich doch einiges davon. Irgendwann kommt dann auch die Kaitlalm in Sicht und M&Ms werden vernascht. Etwas Iso, Wasser, weiter. Runter zum Taubensee. Enjoying myself so gut es geht. Und hier wird es ja schön langsam Tag. Die Lampe hat ihren Dienst geleistet und bald reicht das erste Tageslicht aus.

Die letzten Meter ins Stadium, km 87. Den Start der 100km Läufer versäume ich leider um eine gute Viertelstunde. Verdammt. Hätte ich mir gerne angesehen! Etwas Grießpudding, Nutellabrot und das wars dann auch schon wieder (die geplanten Nudeln mit SojaBolognese bekomme ich jetzt grad nicht runter). Es ist immer noch so warm, dass ein Shirtwechsel keinen Sinn macht und ich laufe ohne Wechsel weiter.

Der Anstieg rauf zum Unternbergsattel ist wie immer nicht einfach, weil doch recht steil; aber es schiebt sich mit den Lekis gut hoch. Oben rüber laufe ich wieder einige Passagen; ganz ok. Der Blick zur Hörndlwand. Aber zuerst muss noch die Branderalm passiert werden. Da musste ich 2013 aussteigen. Diesmal kein Gedanke daran. Gut. Die Sonne hat sich hinter den Wolken versteckt und es ist nicht all zu warm, ein angenehmer Wind (im Vergleich zur Nacht ja fast perfekt). Der Anstieg rauf zur Hörndlwand ist abwechslungsreich; schon einmal weil ich bemüht bin auf keinen dieser kleinen schwarzen Salamander zu steigen die hier zu Dutzend am Weg sind. Das kann eigentlich nur heissen, dass es heute bald nochmals Regen geben wird. Der Blick Richtung Röthelmoos lässt schwarze Wolken erkennen. Leichter Regen setzt ein; aber nur leichter. Oben angekommen erwarten mich zwei junge Gesichter, ihr Tarp, etwas Wasser, ein Magnesiumpulver und Gummibärchen. Danke vielmals fürs raufschleppen der ganzen Sachen! Nebenbei erfahre ich, dass ich der Erste überhaupt bin der bei ihnen auftaucht. Ok. Dachte ich eigentlich nicht. Na dann; weiter so. Naja, nicht ganz.

Auf der anderen Seite runter die Hörndlwand nach Röthelmoos war die Hölle. Ordentlich rutschig (hier hatte es die letzte Nacht auch ordentlich geregnet, wie mir dann bei der Labestation Röthelmoos berichtet wurde) und meine aufgeweichten Zehen (vom vielen Schwitzen in der ersten Nacht und nun den nassen Grasabschnitten) beginnen Probleme zu machen. Die Nägel drückt es in die weiche Haut. Autsch. Ich gehe es sehr behutsam an. Vermutlich meine langsamste Zeit bislang für diesen Abstieg. Anyway, irgendwann dann ja auch unten gut angekommen. Labestation. Etwas plaudern, etwas essen. Cola. Fein. Aber nicht allzu lange verweilen. 34min schneller als 2014. Gut.

Weiter gehts in Richtung Jochbergalm und Hochsattel. Es ist zwar nicht grad locker flockig mehr; aber irgendwie auch nicht wirklich mühsam. Es geht dahin. Es kommt mir nicht einmal in den Sinn meinen iPod überhaupt zu benutzen (und dies sollte sich bis ins Ziel auch nicht ändern). Jochbergalm. Kurze Pause. Kurz hinsetzen.

...Soletti ;-) photo by festei.de

…Soletti 😉
photo by festei.de

Und weiter geht es über den Hochsattel und die Almen und einem längeren Forststrassenstück bergab an Eschelmoos vorbei nach Kohlstatt. Letztes Jahr hat mich hier Alois mitgezogen. Heute geht es ganz alleine da runter. Drehe mich aber vorsichtshalber immer wieder mal um. Die Zehen schmerzen und einiges an Zähne zusammenbeissen muss nun schon sein.

Labestation. Schuh- und Sockenwechsel (von S-LAB Wings auf Sense 4 SG) und eine Portion Hirschtalg darf auch nicht fehlen. Cola, Wassermelonen (was für ein wunderbares Obst!!!), etwas Zuspruch von Silke und weiter gehts. Die steile Wiese ist noch nicht ganz in der Sonne und ich nutze den Schatten so gut es geht aus. Auch hier wieder die Feststellung, dass es im Vergleich zu anderen Jahren gut dahin geht. Die Motivation ist da; obwohl ich eigentlich nicht wirklich weiss wie viel Vorsprung ich auf die anderen habe geht es beständig dahin; kein wirklicher Druck, aber so kann ich eben meinen Rhythmus beibehalten. Hocherbalm. Nach Maria Eck rüber. Irgendwie erinnere ich mich an den Abschnitt nicht mehr sehr, es läuft einfach „rund“ (der Schuhwechsel war eine gute Entscheidung) und ich denke an nicht viel. Wieder Wassermelonen und kalte Getränke in Maria Eck. Silke ist da. Und auch Marcus erfreut mich mit seiner Anwesenheit. Immer wieder eine Freude dich zu sehen. Danke fürs vorbei schauen! Weiter gehts nach Egg. Nette Wegerl und die Zeit vom Vorjahr konnte ich hier sogar unterbieten.

numbers game: Zeitenvergleich 2014 von Rudi und mir und heuer...

numbers game: Zeitenvergleich 2014 von Rudi und mir und heuer…

Nochmals Wassermelonen, Cola und etwas Wasser zum Kopf waschen. Etwas Eis auf meine Oberschenkel und die Armgelenke. Der finale Anstieg darf beginnen. Rauf auf den Hochfelln. Der längste Anstieg des Rennens hier nun zum Schluss. Einen Fuss vor den anderen. Einen Stockhub nach dem anderen. Nach dem anfänglichen Schotterstrassenstück beginnt bald ein abwechslungsreiches Wegerl. Der erstmögliche Blick Richtung Gipfel lässt dunkle Wolken erkennen. Sehr dunkle. Es wäre ja nicht der Chiemgauer und nicht der Hochfelln wenn sich nicht ein Gewitter bemerkbar machen würde! Ich lasse mich aber nicht beunruhigen und versuche zügig zur schützenden Hütte zu kommen. Kurz bevor ich oben ankomme, beginnt der Regen. Ich darf die Labestation noch im Freien „genießen“. Bekomme Schwarztee und knabbere an einem M&Ms… Der Regen ist nun stark und die Hybridjacke beginnt ihren Dienst. Nachdem die freiwilligen Helfer schutz in der Hütte suchen, mache ich mich auf den Weg. Bevor die Sicht noch weniger wird. Der Abstieg ist verdammt rutschig und ich mache vorsichtig… Der Wind ist eisig und die Kaputze ist tief ins Gesicht gezogen.

Unten in Eschelmoos beim Camper (=V6, km 145) angekommen, mache ich kurz Pause. Der Regen lässt schon wieder nach. Etwas plaudern. Ein Schluck alkoholfreies Bier; Orangenspalten, Melone. Super super danke. Ein Mountainbiker sitzt auch da und wartet den Regen ab. Laut Info sollte keiner hinter mir sein, zumindest nicht innerhalb einer Stunde. Anyway, ich begebe mich bald wieder auf den Weg. Die letzten km, primär bergab. Auch wenn keiner hinter mir ist, oder auch keiner vor mir den ich jagen könnte, so treibt mich doch irgendetwas an… Vielleicht wirkt nun schon der Zielmagnet?

Auf der Forststrasse bergab (mit immer wieder kleinen Gegenanstiegen) geht es nun stetig dahin. Bald aber fährt der Mountainbiker an mir vorbei und ruft mir zu: „Da ist einer hinter dir, nur etwa 1 Minute!“. Ich: „Was? Echt?“ „Ja“ bekomme ich als Antwort und der Biker ist weg. What the f#%?! Das kann jetzt aber nicht sein, oder? Nein, nicht wirklich!? Ist Tobias wieder da!? Wenn es Armin ist, wäre es nicht so schlimm, denn der ist ja eine Stunde vor mir gestartet. Ja in diesem Fall wäre es sogar super nett die letzten km in Begleitung zu absolvieren. Bin ich doch die meiste Zeit alleine unterwegs gewesen…

Anyway, nochmals Gas geben. Einen Gang raufschalten. Go go go. Alle 20 Sekunden drehe ich mich um. Keiner zu sehen. Go go go. Im Downhill runter kurz vor der letzen Labestation dann ein Läufer hinter mir. Verdammte Sch… Dann aber die Entwarnung, es ist „nur“ ein 100km Läufer. Der erste von ihnen. Marcel. Wir laufen gemeinsam zur Labestation in Brand. Er gönnt sich noch was; ich lauf einfach durch… Ich versuche mit ihm Schritt zu halten. Bei km „3 to go“ muss ich ihn dann aber ziehen lassen; obwohl Silke, Marcus und Alois mich hier riesig anfeuern. Kein weiterer 100km Läufer hinter mir in Sicht; und vorallem kein 100 Meilen Läufer. Die letzten Meter gehen nun auch noch und ich gebe nochmals Gas um die 22 Stunden Marke zu unterbieten. 21:56:30 h. Geschafft. Wie geil ist das denn. Freude. Yes!

Tired, Dirty and Happy! So soll es sein.

..the final meters Western States style...

..the final meters Western States style…

Armin kommt dann in 24:32:58 h rein; ich gönne mir inzwischen eine heisse Dusche und eine Massage. Danke für dieses Service!!! Danach geht es zum Essen, etwas Nudeln mit Tomatensauce. Etwas ausruhen.

no comment ;-)

no comment ;-)

Etwas später noch ein Teller. Das tut gut. Als es dann schon dunkel ist, kommen auch die zwie 3.-platzierten Michael und Sven herein (30:02:57 h). Auch sie haben das Gewitter überstanden. Viele aber wurden durch das Gewitter „überzeugt“ den Hochfelln auszulassen und abzukürzen. Obwohl es keinen offiziellen „Befehl“ seitens der Organisation gab, verhielten sich alle so vernünftig, dass auch alle heil und ohne irgendwelche Blitzschäden das Ziel auf die eine oder andere Art und Weise erreichten. Dies zeigt mal wieder, dass der Ansatz von Gi bei so einem relativ kleinen Starterfeld wirklich funktioniert und man den Menschen (in diesem Fall Läufer) durchaus etwas Selbstverantwortung zutrauen darf. Schön das es sowas gibt. Auch Anke erreicht dann in 32:47:57 h als erste und einzige Dame der vollen 100 Meilen Distanz das Ziel. Respekt!

Um 23 Uhr geht es dann aber ab ins Bett. Auf die Matratze im Auto. Ein langer Tag war das, ein schöner langer Tag 😉

Aber nicht nur für mich sondern auch für Silke; a.k.a. the Crew! Die die Labestation in Adlgass bis 4 Uhr in der Früh gemacht hat und mir dann auch ohne Schlaf auf den Fersen geblieben ist und jede mögliche Labestation angefahren ist um mich zu unterstützen. Härter als selber zu laufen vermutlich! Ein riesen, riesen Dankeschön nochmals an dieser Stelle!!!

Am nächsten Morgen dann ein gutes Frühstück, Kaffee und eine wie immer sehr familiäre Siegerehrung inklusive Tombola. Nun mein dritter erster Platz nach 2011 und 2012. Wieder dieser geniale Pokal. Freude^3!!!

these trophies are always so awesome!

these trophies are always so awesome!

Marcel (100 km winner) and me enjoying our trophies ;-)

Marcel (100 km winner) and me enjoying our trophies ;-)

the Chiemgau family!

the Chiemgau family!

und auch eine riesen Freude als Carmen und Rudi uns einen Kurzbesuch abstatten. Die zwei sind grad am Heimweg vom GGUT wo Rudi den genialen 5. Platz holen konnte! [BTW: den Streckenrekord von Rudi konnte ich nicht unterbieten; aber soweit war ich dann auch nicht wieder weg, berücksichtigt man das Wetter und den Faktor des „alleine laufens“; und ganz ehrlich: es ist auch nebensächlich].  Es werden Geschichten ausgetauscht und noch etwas Kaffee geschlürft bevor sich dann wieder unsere Wege trennen. Mit dem Wissen, dass die nächsten Rennen folgen werden und man den einen oder anderen, die eine oder die andere bald wieder sehen wird…

Es war mir eine echte Freude!!! Danke Gi, Danke an all die Helfer die diesen Event überhaupt erst ermöglichen und Danke an Silke die sich schon wieder mal eine Nacht für mich um die Ohren geschlagen hat.

…time to recover…

[hier nochmals der Link zum offiziellen Bericht und einigen weiteren Impressionen]

number 3 ;-)

number 3 ;-)

 

 

 

 

a DNF and a decent 20th place as preparation for a 100 Miler

Lavaredo Ultra DNF (Aufgabe) nach 75km und etwa 9Std Laufzeit sowie eine Teilnahme auf der neuen Strecke der 4Trails mit einem 20. Gesamtplatz sind jetzt kein Grund für Freudensprünge; aber im nachhinein gesehen durchaus positiv. Hier ein kleiner Rückblick was sich so zugetragen hat und warum dies für den Chiemgau 100 Meiler „gut“ war…

Cortina d'Ampezzo; nice atmosphere, nice town!

Cortina d’Ampezzo; nice atmosphere, nice town!

...the course

…the course

#LUT2015 (119km und 5850 pos. Hm): Cortina; einfach schön da! Anreise am Donnerstag. Etwas Shopping und Espresso schlürfen am Freitag mit Silke und nach den finalen Vorbereitungen (die Pflichtausrüstung in meinem 3l sense ultra set „Veste“ zu verstauen und noch brav was essen) geht es dann auch schon los.

...some pre-race recovery ;-)

…some pre-race recovery ;-)

Der Start um 23 Uhr ist schon etwas ungewohnt; aber eine schöne Stimmung. Startschuß und die Meute setzt sich in Gang. Von Anfang an war da leider kein Pepp in den Beinen. Vermutlich vom krank sein die Woche davor!? Naja, aber vielleicht wird es noch besser und es ist einfach das Nichts tun der letzten Tage. Somit „schleppe“ ich mich dahin; und dies eigentlich gar nicht sooo schlecht. Die zweite Labestation bei km 33 ist in 3:22 durchlaufen. Schon in Ordnung. Ok, hab mich da kurz hingesetzt, mit meiner 1 Frau-Crew etwas geplaudert, meine Bedenken geäußert und mich dann aber in guter Hoffnung es wird besser, wieder auf den Weg gemacht. Kurz vor dem Misurina See holen mich zwei flotte Ladies ein, eine von ihnen Fernanda Maciel. Ich versuch mich hinten anzuhängen und bin erstaunt wie gut es dahin geht. Etwas Abwechslung schadet nicht. Beim Anstieg rauf Richtung 3 Zinnen kann ich an Fernanda dranbleiben und bei Morgendämmerung, welche durch die Wolken dann leider weniger spektakulär als erwartet war, gehts rein ins Refugio Aronzo. Schneller Shirt-Wechsel; Nutellabrot, etwas Suppe und ein Red Bull. Der anbrechende Tag und die Morgensonne hilft immer die müden Beine wieder in Schwung zu bekommen; aber erst einmal werfe ich mir die Windjacke um, denn rauf zum Refugio Lavaredo kommt mir ein eisiger Wind entgegen. Na immerhin ich bin wach. Paternkofel wird rechts liegen gelassen und es geht die Strecke vom TAR2015 bergab. Erinnert mich an letztes Jahr wo ich meinem Partner Flo einfach nicht folgen konnte bzw. er immer wieder auf mich warten musste. Naja, heute bin ich da alleine unterwegs und eigentlich ist es egal wenn ich langsam bin. Aber eigentlich ganz und gar nicht. Ich will ja nicht einfach nur finishen, sondern auch eine brauchbare Zeit hinlegen. Also dann, zumindest bergab etwas Zeit gut machen. Der Abstieg ist kurzweilig und macht trotz fehlender Energie irgendwie Spaß. Unten im Tal angekommen, geht es dem Dolomiti Superbike Weg bei Schluderbach entlang. Tja, relativ flache Schotterpiste. Ich laufe; aber mental kämpfe ich ordentlich. Irgendwann ein kurzer Pitstop und weiter. Bei Cimabanche (gut 66km; ~7:45Std) wartet wieder Silke auf mich; auch Mike ist da. Flasks wieder auffüllen und nachdem mir eigentlich nicht wirklich was fehlt (außer Energie) mach ich mich wieder auf den Weg. Es geht rauf auf den Forca Lerosa (2020m). Und es geht wirklich nur mehr. Und teilweise nicht einmal mehr das. Mein Magen macht nun schlechte Laune und es ist der Moment erreicht wo eigentlich nichts mehr runter geht. Vielleicht noch Wasser. Also suche ich mir eine Felsspalte aus der frisches, kaltes Wasser kommt und versuch hier etwas zu rasten. Als ich dasitze und meinen Leidensgenossen zuschaue, wie sie an mir vorbei wandern, wird mir bewusst, dass dies wieder ein laaanger Tag werden würde. Naja, damit es nicht zu lange wird, hieve ich mich wieder hoch und wandere weiter. Bald darauf dann ein, zwei, drei mal der Versuch was oral von mir zu geben. Beim 3. Anlauf klappt es dann auch mit dem Kotzen und es bringt etwas Erleichterung. Irgendwann dann oben angekommen schließt Armin (hehe, auch bei den 4Trails und dem Chiemgauer ist er mit dabei!) auf mich auf; er ist auch nicht in bester Verfassung und etwas plaudern verschafft uns beiden Abwechslung. Die nächste Labestation Malga La Strua bei km 75 ist erreicht. 9:08Std & 3424 positive Höhenmeter zeigt meine Ambit 3 an. Ich lass mir Cola einschenken und setzte mich auf eine Bank. Nach Essen ist mir nicht wirklich. Silke schaut mir in die Augen und fragt, ob alles ok ist. Denn ich schau nicht gut aus. Und dann eine berechtigte Frage: macht es Sinn weiter zu machen? Tja, Silke kennt mich nun gut genug, um für mich die Handbremse zu ziehen. Sie weiss wenn ich an bzw. über gewisse Grenzen gehe. Ich nehme mir die eine oder andere Minute um darüber nachzudenken. Ich bin irgendwo an 50. Stelle herum; es sind noch 44 km die ich vermutlich ins Ziel wandern müsste und für die ich mich ordentlich zerlegen / zerstören würde. Macht das Sinn? In 2 1/2 Wochen sind die 4 Trails und 2 Wochen später der Chiemgauer 100 (Meiler). Eine ganze Saison dafür zu opfern ist es nicht wert. Und eine erhoffte akzeptable Platzierung beim LUT2015 ist ohnehin nicht mehr drin. Und so gern ich mir den Rest der Strecke angesehen hätte, es hätte keinen Sinn mehr gemacht. Leider. Aber eigentlich nicht leider; denn so hab ich eine gute Ausrede wiederzukommen und eine bessere Vorstellung abzuliefern. Ich ziehe die Reißleine und erlaube einem der Labestationsbetreuer meinen Chip abzumontieren. Ich bin raus. Next time: fail better!

...getting out of my shoes at km 75

…getting out of my shoes at km 75

…Silke und ich feuern Armin noch an und wünschen ihm alles Gute auf der weiteren Strecke; auch Volker kommt dann bald und trotz seinen Knieschmerzen denkt er nicht ans aufhören. Nachdem ich aus den Schuhen raus bin und wir im Auto sind, wird kurzerhand entschlossen zur Labestation Refugio Coll Galina (~km 94) zu fahren und dort weiter anzufeuern. Wir sehen Armin und Volker (die beide sich durchkämpfen sollten), Thomas (von dem wir gar nicht wussten dass er auch dabei ist; ein schöner Bericht von ihm hier), Kerstin (die den Cortina Trail als 2. fnishen sollte!) und Nolle (ihr Bericht vom Cortina Trail hier).  …wir packen dann noch einen Canadier ein, der leider auch aufgeben musste und mit uns zusammen am Campingplatz logierte. Am Abend dann noch klatschen in Cortina und der Versuch die fehlenden Kalorien zu mir zu nehmen.

Im Nachhinein erfahre ich dann, das auch ein Timothy Olsen an genau dieser Labestation aufgegeben hat. Soll natürlich keine Ausrede sein; aber unterstreicht, dass man auf seinen Körper hören soll (und seine Crew) und einfach nicht jeder Tag 110% sein kann.

Nach etwas Schlaf und einem guten Frühstück (ja, die Nahrungsaufnahme klappt wieder!) am Tag nach dem Rennen ging es dann motiviert durch das tolle Wetter auch schon wieder in die Berge. Vom Misurina See rauf zum Refugio Fonda Savio (der Kaiserschmarrn dort ist zu empfehlen ;-)) und weiter eine tolle Klettersteig-Passagen-Schutthaufen-Runde wieder retour zum Auto. Somit ein schöner Abschluss eines tollen Wochenendes in den Dolomiten. Zusammenfassend: ich komme wieder!

post-run recovery... ...tre cime di lavaredo in the background!

post-run recovery… …tre cime di lavaredo in the background!

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#4Trails2015: 4 Tage durch die Alpen rennen, und nebenbei den sozialen Charakter eines Etappenrennens zu genießen, das war der Plan. Gesagt, getan. Viele, viele gute Bekannte (die üblichen Verdächtigen!) als auch neue Gesichter getroffen. Leid/Frust und Spaß/Freude vor/auf/nach der Strecke geteilt. So soll es sein… und nebenbei etwas am Selbstvertrauen für den bevorstehenden Chiemgauer 100 basteln…

Am Tag 1 leider aufgrund des vorhergesagten Gewitters eine Verkürzung. Nach dem Aufstieg von Berchtesgaden zum Gatterl am Stöhrhaus und über die Zehenkaseralm (nein, ich hab keinen Käse gekauft): zach, denn die Beine sind immer noch etwas LUT-like; der Pep fehlt noch immer. Anyway, der Downhill den „Knieschnackler“ runter verspricht eine Menge Spaß. Und genau so ist es. Einfach die Schwerkraft seine Arbeit machen lassen und durchs rutschige Gelände gleiten. So macht das Spaß! Und als ich unten angekommen bin, fühlen sich die Beine schon viel besser an. Kurz geht es einen Radweg entlang; eine Schotterstraße kurz bergauf; dann etwas auf und ab. Und statt nun das Lattengebirge in Angriff zu nehmen, kürzen wir Richtung Bad Reichenhall ab. Einerseits sehr schade, andererseits wir haben noch 3 weitere Tage an denen wir uns austoben dürfen. Also nochmals die Beine fliegen lassen und den schottrigen Downhill nach Bad Reichenhall runter überstehen. Aber nicht ganz ohne Gegenanstieg. Kurz den unteren Teil des Dötzi Skyraces hoch. Puh, auch der Anstieg kostet Kraft; macht aber irgendwie gute Laune.

foto by Philipp Reiter

foto by Philipp Reiter

Die Querung leicht bergab Richtung Bad Reichenhall (nun wirklich) ist kurzweilig. Und spuckt uns auch bald im Ort wieder aus. Die letzen Meter durch die Altstadt laufen auch gut und die Alte Saline ist erreicht. Tag 1 ist geschafft. 24.7km und 1401+hm in 2:41:03 h. Platz 14 bei den Men. Es war mir ein Vergnügen. Morgen gehts weiter. Jetzt erst mal trinken, essen, etwas ausruhen… und im Thumsee etwas die Beine lockern. Fein da!

...recovery of day one @ Thumsee. nice swim, although not cold enough ;-)

…recovery of day one @ Thumsee. nice swim, although not cold enough ;-)

BTW: die neuen S-LAB Wings haben gute Arbeit geleistet und obwohl ich eher Schuhe mit weniger Sprengung laufe, hat der Schuh was flinkes an sich. Gefällt mir.

 

Tag 2, Bad Reichenhall – Rupolding (~34.3km und 1819+hm). Raus aus dem Ort geht es Richtung Hochstaufen, aber auf halber Höhe entlang eines super Singletrails rüber zur Zwieselalm. Immer wieder schön dieser Berg, egal von welcher Seite… Eine weitere Querung von der Zwieselalm rüber zur Kohleralm (leider nicht auf den Gipfel, da der Regen die Strecke für uns alle schwer passierbar machen würde; so zumindest die offizielle Begründung). Lustig da zwischen den Latschen rumzuturnen. Die Kohleralm ist ein alter Bekannter, denn hier geht es beim Chiemgauer auch immer vorbei (und in 2 Wochen eben auch wieder). Nach Breitmos runter kenne ich den ersten Teil gut; den „schleichen“ wir in der Nacht beim Chiemgauer bergauf. So runter zu fliegen macht aber auch Spaß. Unten angekommen queren wir Inzell. Da irgendwo wohnt Grip. Aber eigentlich will ich dieses Flachstück nur schnell hinter mich bringen. Die Moorlandschaft ist zwar schön, aber eben flach. Anyway, der nächste Hügel ist in Sicht und ich versuche wie immer auf den flachen Passagen nicht zu viel herzuschenken. Es geht nun den Zinnkopf rauf. Und hinten wieder runter. Leider laufen wir nicht ganz zum Gipfel wo es eine wunderbare Aussicht auf den Chiemsee gibt. Anyway, bin froh dass es wieder bergab geht, denn die Beine sind bereits etwas müde. Ich versuch es nochmals laufen zu lassen und Rupolding schnellstmöglich zu erreichen. Die Schotterpisten haben gegenüber den fluffigen Trails überhand; aber es geht noch/doch: 3:39:11 h und 13. Platz Men.

foto by Phlipp Reiter

foto by Phlipp Reiter

…na dann mal für Tag 3 erholen…

3. Tag: Weißbach – Lofer. Mit dem Auto gehts kurz von Rupolding nach Weißbach, wo der Start ist. Anfangs ein tolles Trailstück durch die Weißbachschlucht.

..."flat" trails are fun too!

…“flat“ trails are fun too!

Teile kenne ich vom Chiemgauer, aber der hintere Teil ist echt super und es geht konzentriert (weil rutschig) dahin… Dann aber geht es nach dem flachen bzw. sogar bergabführenden Aufwärmen rein in den ersten Anstieg rauf aufs Ristfeuchthorn. Ein richtiger Anstieg. Sehr genial. Stecken rein in den Boden und raufschieben. Zhanna strahlt übers ganze Gesicht und meint: genial, fast ein VK (Vertical Kilometer). Wir machen ordentlich Höhenmeter… Einige werden hier wohl sagen es ist fast zu steil und ob sowas überhaupt in so einen Lauf gehört, weil ja nicht mehr laufbar; aber auch sowas gehört dazu und unterstreicht mal wieder, dass auch ein (guter) Trailläufer gehen darf (und dies auch trainieren sollte; ein aktueller Artikel auf iRunFar dazu). Oben angekommen geht es tolle Singletrails bergab… Nach der Sellarnalm dann aber Belagwechsel. Eine steile Forststrasse. Ordentlich steil! Das geht auf die Oberschenkel. Etwas Laufstil ändern und mehr „reinrutschen“… Bald ist dann auch nach kurzem Trailintermezzo Unken erreicht. Ich schließe das erste mal auf Seppi auf. Sehr cool. Mal mit meinem Trainer einige Meter Schulter an Schulter laufen. Das war echt nett.

enjoying a minute or two in front of Seppi ;-)

enjoying a minute or two in front of Seppi ;-)

Nach Unken dann ein Anstieg eine Asphaltstrasse rauf. „Keine Angst, das kurze Asphaltstück ist gleich vorbei“ heisst es in der Ausschreibung. Mir kommt es ewig vor und ich werde von vielen wieder überholt. Mist. Das muss ich echt trainieren. Vorallem Mental. Vielleicht sollte ich mir einfach einen wunderschönen Singletrail vorstellen? Daran muss ich arbeiten. Anyway, irgendwann wird die Straße verlassen und es geht weiter den Berg rauf. Kurze Pause bei der Labestation. Es ist heiß. Zumindest mir. Die Energie schwindet und ich muss noch einen Gang runter schalten. Oje, vielleicht am ersten Berg doch übertrieben. Oder einfach mich durch die Asphaltstrasse zu sehr runterziehen lassen. Einen Fuß vor den Anderen und irgendwann ist die Kuhwiese erreicht, wo es darum geht seine Schuhe nicht in den Trittlöchern der Kühe zu versenken. Weiter bergauf lassen wir dann aber das Dietrichshorn rechts liegen und der Abstieg darf beginnen. Zuerst „smooth“ entlang einer Almwiese; aber dann geht es rein in den Wasserfallweg. Leute sitzen auf den Felsen und haben die Füße in den Gumpen. Das wäre jetzt auch fein, denk ich mir so; aber der Downhill macht Spaß und die Höhenmeter werden vernichtet. Noch ein Mini-Gegenanstieg; dann aber das schönste Ende der 4 Tage. Ein genialer Downhill bis direkt in den Ort. So muß es sein. Keine flachen Extrameter mehr. Danke! Trotz dem Zucken und leichtem Zusammenkrampfen meiner Oberschenkel (zu wenig getrunken und zu wenig Salz) geht es rasant rein nach Lofer. Yes! Ziel erreicht (4:10:45 h für ~ 37.2 km und 2139 +hm; 12. Platz Men). Brunnen erreicht. Auch ein Gartenschlauch zum Abduschen ist bereit. Bei den Temperaturen eine Wohltat. Schön wars heut wieder; nun aber schauen dass die Beine etwas Zuwendung bekommen. Besuch bei den Physios und eine Pizza gleich danach…

Alois always smiling ;-)

...talking shop and cooling down...

…talking shop and cooling down…

Lofer – Maria Alm: Tag 4.Noch einmal Kräfte mobilisieren und die längste Etappe in Angriff nehmen (44.6km und 2806 +hm). Es geht heute übers Steinerne Meer; aber erst mal den Vorhügel überwinden. Rauf und rüber zur Litzlalm geht es auf schönen Trails bergauf und entlang einer schönen Almenlandschaft. Die Beine sind nicht ganz locker, aber das Gelände ist abwechslungsreich und macht Spaß. Verpfelgungsstation. Kurzes Bergab. Dann beginnt die Waldautobahn. „Ob man nun die nächsten 5,5km auf der Waldautobahn als mentale Entspannung sieht oder solche Schotterpisten langweilig findet, liegt ganz im Auge des Betrachters.“ heisst es in der Ausschreibung. Defnitiv sagt mein Auge letzteres.

not the place you wanna hike, anyway I did...

not the place you wanna hike, anyway I did…

Aber das soll hier keine Kritik sein. Maximal an mich; denn solche Streckenabschnitte sind meine Schwäche und daran muss ich arbeiten. Mit russischer Begleitung geht es leichter und wir plaudern etwas um uns abzulenken.

Nach einem kurzen Bergab ist der Dießbachstausee erreicht. Labestation (hätte die nicht später sein sollen?). Wir laufen den See entlang und bald geht es dann wirklich wieder trailig (auf Wegerl) bergauf. Die Motivation ist wieder da und die Kulisse lässt die müden Beine wieder munter werden. Es geht wieder erstaunlich gut dahin. Der Rand des Steinernen Meeres ist erreicht. Rüber zum Riemannhaus geht es über diese beeindruckende Karstlandschaft und dem einen oder anderen Schneefeld. Es ist heiss da oben und mein Trinken neigt sich dem Ende. Anyway, es macht einfach Spass und vermutlich bin ich in diesem Gelände schneller unterwegs als unten auf der Waldautobahn. Tja, der Kopf….  Der Schnee wird genützt, ich reibe in mir auf die Oberschenkel sowie unters Kapperl und kühle meine Handgelenke. Fein. Das Riemannhaus ist erreicht. Hier hätte ich mir eine Labestation gewünscht; denn getrunken habe ich schon länger nichts mehr. Aber es ist ja nur mehr ein schöner Downhill runter zur 3. Labestation. Der Downhill mit Überholverbotsstrecke ist trotz der Hitze und der leichten Dehydrierung ein Spass und die Schotterpiste bald erreicht. Wo ist die Labestation. Ich brauch nun wirklich was zu trinken. Anyway, einfach bergab. Die Sonne brennt und so einfach geht es nicht mehr. Irgendwann dann (gefühlte Stunden) die Labestation. 3 Becher Cola. Das Wundermittel in dieser Situation. Dann sogar noch ein Schluck von der Sojasugo-Nudelsuppe. Sehr gut. Und nun die finalen asphalthaltigen Bergabmeter hinter mich bringen. Nochmals kämpfen. Kopf ausschalten. Ziel. Geschafft. Wirklich geschafft (=fertig). 5:40:02 h und 18. Platz Men.

Nun erst mal trinken. Viel trinken. Und es gibt Mozarella-Tomaten-Spieße mit Balsamicosauce. Ich glaug ich verdrück 11 davon. Echt coole Idee. Das eine oder andere alkoholfreie Bierchen und ich kann wieder stehen. Im Ziel nun wieder die tolle Stimmung mit all den Leidensgenossen genießen… Ab ins Schwimmbad und etwas abkühlen. Fein das. Und dann die Finisher Party. Etwas Essen (ohne hier jemanden auf den Schlips treten zu wollen, aber im Vergleich zur Finisher Party in Samnaun der letzten Jahre war dies eher enttäuschend; man muss aber auch sagen, dass dies schwer zu toppen ist!). Den Abend im Freien mit Freunden genießen. Irgendwann dann ins Auto werfen und etwas schlafen bevor es wieder nach Hause geht… Ein tolles langes Wochenende ist leider schon wieder vorbei.

In Summe hat es diesmal für den 14. Platz General Ranking Men gereicht. Gesamt auf dem 20. Platz. Aber irgendwie ist dies etwas nebensächlich, denn was zählt sind die vielen Stunden vor, auf und nach dem Trail mit Freunden und Leidensgenossen. Ein Etappenrennen so wie es sein soll. Und sicherlich nicht mein Letztes 😉

the male part of the Trailrunning Team Salomon Germany getting it done ;-)

the male part of the Trailrunning Team Salomon Germany getting it done ;-)

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Alles in allem also nicht der riesen Motivationsboost, aber ich bin gesund und nicht ganz unfit. Der Ausstieg beim LUT war gut und die 4Trails haben einfach wieder Spaß gemacht; was definitiv das Wichtigste ist. Somit kann der Chiemgauer 100 dann auch kommen! Yes; freu mich drauf!

…in Kürze dann auch der Bericht zum Chiemgauer; den ich wieder in Angriff nehmen durfte…

 

100 sMiles Wiederholungstäter ;-)

…auch heuer ging es wieder rund um Rupolding beim Chiemgauer 100 Meilen!

...always fascinating how the final miles in a 100 miler can be enjoyable...

…always fascinating how the final miles in a 100 miler can be enjoyable…

kurz und bündig: 100 Meilen & 7500 +/-hm: 21:56:30 h = 1. Platz 😉

in a nutshell: 100 miles & 7500m of climbing and decending: 21:56:30 h = 1st place 😉

ausführlicher Bericht alsbald / detailed report asap…

link zum Pressebericht hier / link to press report here

4 days out with friends (Salomon 4 Trails)

…und auch heuer wieder die Gelegenheit genutzt um die Beine bei einem Etappenrennen fit zu halten: die Salomon 4 Trails sind immer wieder was Spezielles und heuer mit einer neuen Streckenführung aus der Feder von Gripmaster und Zauberlehrling ohnehin ein Pflichttermin!

foto by Philipp Reiter

foto by Philipp Reiter

im Vergleich zu non-stop Läufen ist einfach die „soziale Komponente“ bei einem Etappenrennen viel größer und man kommt viel mehr mit Gleichgesinnten (seien es nun eh alte Bekannte oder die üblichen Verdächtigen oder ganz neue Gesichter) ins Plaudern, Quatschen, Fachsimpeln, etc. Oder man genießt einfach nur gemeinsam tolle Trails…

mit meinen Teamkameraden Stephan (a.k.a. Höglgeist) und Lukas (einer der Frechdachse) im Ziel in Maria Alm: schön wars!

mit meinen Teamkameraden Stephan (a.k.a. Höglgeist) und Lukas (einer der Frechdachse) im Ziel in Maria Alm: schön wars!

ein genauerer Bericht folgt sobald ich endlich die Zeit gefunden habe den über den Lavaredo fertig zu schreiben. Vermutlich aber nicht dieses Wochenende, denn da geht es schon wieder auf die lange Distanz: die Chiemgauer 100 Meilen! …viel Spaß auf den Trails…

100 sMiles! 

 

#LUT2015 DNF

…Lavaredo Ultra Trail 2015.

 

IMG_9983Nicht mein Tag / meine Nacht gewesen ;-(

Kraftlos und ohne Pepp in den Beinen von Anfang an; dann leider auch noch Magenprobleme und bei km 75 die Entscheidung auszusteigen, um die restliche Saison nicht zu gefährden. Schon hart sich einzugestehen, dass es diesmal nicht sein soll; aber es war gut so. …ein genauerer Bericht folgt hier alsbald… immerhin konnte ich am Sonntag mit Silke nochmals die Dolomiten bei herrlichem Wetter genießen und schon wieder den einen oder anderen Höhnemeter gut hinter mich bringen. Training für #LUT2016 ist gestartet 😉

...getting out of my shoes at km 75

…getting out of my shoes at km 75

 

post-run recovery... ...tre cime di lavaredo in the background!

post-run recovery… …tre cime di lavaredo in the background!

...perfect ;-)

…perfect Kaiserschmarren @Rifugio Fonda Savio ;-)

 

baby ultra or not? Hahlici Trail

nach einer Definition in Wikipedia: An ultramarathon, also called ultra distance, is any sporting event involving running and walking longer than the traditional marathon length of 42.195 kilometres (26.219 mi).

naja, somit zählt der Hahlici Trail doch zu einem Ultra, oder!? Oder nicht!?

GANZ EGAL, es war eine geniale Veranstaltung, eine sehr abwechslungsreiche und perfekte Strecke und die Hitze tat ihr übriges gleich nördlich von Rijeka!

ein Bild sagt mehr als 100 Worte: es hat gefallen ;-)

ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: es hat gefallen 😉 …dieses und alle anderen Bilder von der Homepage des Veranstalters. Danke!!!

…bin echt happy mit dem 2. Platz und einer Zeit von 4:47:24 Std für die 45km und +/-2000m. Und es war mal wieder eine gute Ausrede nach Kroatien zu fahren, Land und Leute zu genießen und nebenbei noch mit Stefan, Babsi und Silke an der Premiere des Hahlici Trails teilzunehmen. Alle drei „begnügten“ sich mit der 18km Strecke, wobei Stefan sich sogar den Sieg sichern konnte (Congrats!!!) und die Damen sich super gut schlugen (Bravo les filles!!!)

Stefan und Babsi im Ziel; ja auch ihnen scheint es gefallen zu haben ;-)

Stefan und Babsi im Ziel; ja auch ihnen scheint es gefallen zu haben ;-)

Die Ergebnisse hier.

Wie auch schon beim Istria 100 Miles musste ich mich Marjan Zupančić geschlagen geben: Chapeau zu dieser Leistung.

Kurz was zum Trail selbst: erst ging es gleich mal nach einer kurzen flachen Aufwärm-Passage 1000hm bergauf; wunderschön, steil!

...also ich bin da nicht mehr gelaufen ;-)

…also ich bin da nicht mehr gelaufen ;-)

dann leicht bergab und dann wellig eine Zeit lang dahin. Einiges auf „Forstwegen“; aber kroatische Forstwege sind nicht mit unseren zu vergleichen und dürfen wohl unter Trail eingeordnetet werden.

loser, grober Schotter machen das Vorankommen schwieriger als man auf den ersten Blick erwarten würde... croatian fire road!

loser, grober Schotter machen das Vorankommen schwieriger als man auf den ersten Blick erwarten würde… croatian fire road!

Bei etwa km 25 gab es die 2. Labestation und bei diesen Temperaturen (gut 32-33°C im Schatten) dringend notwendig. Nach weiteren einfacheren Passagen ging es zum höchsten Punkt der Strecke. Off-Trail einfach den Markierungen nach. Genial. Genial anstrengend! Von dort primär bergab. Es war heiß, echt. Endlich wieder auf einem laufbareren Trail („Forstweg“) liefen neben mir 2 Hirsche und 2 Hirschkühe her und entschieden sich dann vor mir den Weg zu queren (überspringen). Ein geniales Bild; leider nur in meinen Erinnerungen und nicht auf der Kamera festgehalten. Schade. Aber somit ist mir klar warum auf dem im Starterpaket enthaltenem Schlauchband ein Hirsch aufgezeichnet ist 😉

Irgendwann war mein Trinken dann auch aufgebraucht und ich sehnte mich nach der 3. Labestation. Zuerst aber ging es wieder mit der „kurzen“ Strecke zusammen und der downhill begann wirklich. Und es wurde immer heißer. Neben Wildpferden ging es steile Wiesen hinunter; ein wunderbarer Anblick.

...einfach schön!

…einfach schön!

Endlich dann die letzte Labestation und obwohl es nur mehr 4 km ins Ziel waren, war eine kurze Pause dringend notwendig um mich etwas zu rehydrieren (leichte Schwindelgefühle sind bei diesen Temperaturen nicht zu ignorieren). Gestärkt ging es auf die letzten Meter die ich etwas gelassen anging, weil Marjan eine 1/4Stunde Vorsprung hatte und ich dies auf den letzten 4km wohl nicht mehr wettmachen würde und ich bei der Hitze nichts riskieren wollte (so hab ich mir 2013 doch (fast) ruiniert).

...33°C im Schatten... aber wo ist einer!?

…33°C im Schatten… aber wo ist einer!?

Also konzentrieren und Platz 2 nach Hause bringen. First looser oder einfach der 2. Gewinner. Ganz egal; schön dabei gewesen zu sein!!!

Podium von re. nach li.: 3.:Ivan Blečić (CRO); 1: Marjan Zupančić (SLO); 2: Thomas Wagner (AUT)

Podium von re. nach li.: 3.:Ivan Blečić (CRO); 1: Marjan Zupančić (SLO); 2: Thomas Wagner (AUT)

…ein wunderbares Wochenende mit Freundin, Freunden, neuen Gesichtern und genialen Trails rund um die Kvarner Trail Region. Land (& Meer) und Leute sind definitiv eine Reise wert!

DANKE für diese tolle Veranstaltung!

DANKE für diese tolle Veranstaltung!

alle Bilder von der homepage des Veranstalters. Danke!!!

100 miles = 173 km

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Istria 100 Miles  – mein erster und gleich längster Lauf der geplanten Saison. # 144. 100 Meilen oder besser gesagt 173 km und 7000 positive Höhenmeter gab es quer durch Istrien zu bewältigen. Start in Labin, entlang der bergigen Ostküste (Ucka Gebirge) und über Buzet bis nach Umag. Der erste Teil hatte es in sich, weil er technisch anspruchsvoller war und den Großteil der Höhenmeter beinhaltete. Der zweite Teil war „laufbarer“, aber hatte auch seine Tücken.

...the course details ;-)

…the course details ;-)

Eine geniale Strecke mit Verpflegungspunkten meist in den historischen Dörfchen auf den Hügeln selbst (und nicht unten im Tal). Perfekte Organisation und Ausschilderung; denn sonst hätten wir in der Nacht bei dem vielen Nebel keine Chance gehabt den Weg zu finden. Start des Rennens war um 19:00 am Freitag; anfänglich war es ok, aber vor dem höchsten Punkt der Strecke (Vojak, 1394) wurde der Nebel so dicht, dass man teils nur mehr seine Füße sehen konnte. Bin lange mit Francesca Canepa (ITA) und den Vorjahressieger Jay Aldous (USA) gelaufen. Der Slovene Marjan Zupancic hat gleich von Anfang an ein sehr hohes Tempo angeschlagen und ich musste ihn am ersten Hügel ziehen lassen; nicht aber ohne ihn zuvor mal einzuholen und blöd zu fragen wer alles vor uns sei. Seine Antwort war einfach: just me!

...running at the front for a minute or two ;-)

…running at the front for a minute or two ;-)

...down to the first aid station. weather is still good ;-)

…down to the first aid station. weather is still good ;-)

Gut, somit wusste ich wie es um mich stand. Irgendwann Richtung Vojak rauf holten mich Jay und Francesca und ich reihte mich hinter ihnen brav ein. War eine lustige Truppe die sich da den Weg durch die Nacht, den Nebel und all diese vielen vielen Steine gebahnt hat. Danke!

...one of those perfect aid stations. thanks!

…one of those perfect aid stations. thanks!

...Nutella bread!!! loved it!

…Nutella bread!!! loved it!

Ab km 73.5 hat Jay dann die Labestation schneller verlassen und Francesca und ich auch jeweils alleine. Schön langsam wurde es Tag und der Nebel war dahin. Bei km 101 (Hum) konnte ich mich auf Platz 2 setzen.

...at least for some kms I ran in shorts ;-)

…at least for some kms I ran in shorts ;-)

...one of those great old towns on these hills. aid stations mostly up there. really special!

…one of those great old towns on these hills. aid stations mostly up there. really special!

Jay and me trying to get some energy in @ Hum...

Jay and me trying to get some energy in @ Hum…

Dafür aber kam eine Kaltfront herein, die ordentlich Regen, Wind und Kälte mit sich brachte. Bei km 130.7 (Motovun) war der Wind schon echt kalt und eine Regenhose musste her. Die gute Bonatti. Gut so, weil noch vor der nächsten Labestation regnete es richtig stark. Es war nun nicht mehr so technisch zu laufen, dafür aber durch den Regen teilweise sehr matschig und die Schuhe hatten das 5-fache an Gewicht. Marjan war 1 1/2 Std. vor mir, Francesca eine ½ hinter mir. Der dritte Mann etwa 45min. Also konzentrierte ich mich darauf alles Flache und bergab zu laufen; bergauf schnell mit den Stecken nach oben zu gehen. Danke Leki für diese Waffen. Die Oberschenkel waren eigentlich seit km 80 müde und die vielen vielen Steine erlaubten wenig Erholung. Anyway, Platz 2 will man dann doch nicht mehr hergeben und so ging es von Checkpoint zu Checkpoint, wo mich meine 1-Frau Crew Silke immer wieder aufpäppelte. Verpflegungspunkte/-stationen und die Helfer waren super; die Nutellabrote einfach perfekt!!! Aber ohne Crew wäre mir wohl die trockene Bekleidung ausgegangen. 2 Paar Schuhe, 3 Paar Socken, Leiberl, Regenhose, 3 Paar Handschuhe… Jetzt hieß es dann „nur mehr“ einen Fuß vor den anderen zu setzten.

... full Bonatti protection ;-)

… full Bonatti protection ;-)

Der rote Boden war zwar schwierig zu laufen, aber die Landschaft einfach toll. Läufer von der 110km Strecke waren nun auch immer wieder anzutreffen und es motiviert und lenkt ab wenn man den einen oder die andere sieht und kurz hallo sagt. Irgendwann dann Buje, km 158.8. Jetzt ist es nicht mehr weit. Noch einmal die Zähne zusammenbeißen. Der Regen war wieder vorbei und es war nicht mehr ganz so kalt. Bei km 161 dachte ich mir dann nur, dass nun eigentlich ein 100 Meiler vorbei wäre. Naja, die 12km gehen jetzt auch noch. Als es dann nach Umag rein geht, steht der Betreuer von Francesca da und feuert mich nochmals an. Den letzten km geht es durch die Stadt und es läuft sich erstaunlich gut. Zieleinlauf in 22:57. Sehr cool. Ich hab noch die 23Std-Marke geknackt. Super müde und k.o. aber eben auch super happy und zufrieden. 2. Platz auf so einer Strecke und ohne wirklich die Strecke zu kennen. Zufrieden. Sehr.

...getting it done ;-)

…getting it done ;-)

...not yet sure if I made the sub-23 ;-)

…not yet sure if I made the sub-23 ;-)

Danke an meine Crew (ein unbezahlbares Burtsltagsgeschenk sich die ganze Nacht meinetwegen um die Ohren zu schlagen!) und danke an die Organisation und die vielen Helfer an der Strecke. Einfach perfekt organisiert. Danke.

BTW: es war kein einfaches Rennen; 94 finisher / 93 DNFs. nur die ersten 3 blieben unter 24 Std. (Marjan Zupančič in 21:08:50 h: saustark!; ich in 22:57:48 h und Francesca Canepa in 23:39:47 h: Chapeau!)

...thanks for the great job of organizing such an event!

…thanks a lot for the great job of organizing such an event!

Geht mehr? Ja, ich denke schon. Aber die Verhältnisse sind mir entgegen gekommen und ich hatte auch (ausser einer großen Blase am Ballen) keine Probleme, weder Krämpfe noch Magenprobleme. Also alles in allem schon eine sehr positive Bilanz. Das Training scheint zu passen, danke Seppi.

Sonntag dann die Siegerehrung bei Sonnenschein und danach eine Pizza. Nachdem die am Abend nach dem Rennen so gut war, musste ich gleich nochmals zuschlagen 😉

...mens podium. Note that Francesca actually was third overall! chapeau!!

…mens podium. Note that Francesca actually was third overall! chapeau!!

 

...won my age group. Haha, seems like I need to get (even) older to win ;-)

…won my age group. Haha, seems like I need to get (even) older to win the 100 miles overall ;-)

BTW: almost all fotos from the official fb-page of 100 Miles of Istria. Thanks so much for sharing!!!

Istria is definitely worth a trip!

Istria is definitely worth a trip!

BTW2: was hab ich denn so mit mir rum geschleppt bzw. was hab ich angehabt:

...from myo to nao....

…from myo to nao….

my loyal companions ;-)

my loyal companions ;-)

  • 2 x Sense Ultra 4
  • Sense Ultra Set 3L Rucksack/Veste (ein Packwunder, ich liebe die großen Taschen vorne unter den Flasks, perfekt für Gels, Smoothies und Co!)
  • Leki Stöcke (a la Speedsticks)
  • Rettungsdecke, Blasenpflaster, Verband, normales Pflaster
  • Bonatti Regenjacke (noch a bissl weniger als die 2014er, und somit echt keine Ausrede mehr bei einem Lauf nur was Winddichtes einzupacken. War ich froh!)
  • Bonatti Regenhose (bin glaube ich noch nie so lange in einer Regenhose gelaufen, aber durch den kalten Wind einfach super fein)
  • Shorts, Tights, Buffs, 2 x Handschuhe, Langarmshirt, leichte Windjacke (zusätzlich zur Regenjacke)
  • Petzl Myo (2015er) und Nao (2014); bei dem Nebel ist ersteres die bessere Wahl!
  • Und falls man dies zur Ausrüstung zählen darf: activePatch4U x 4…
...my weapons ;-)

…my weapons ;-)

 

 

 

 

Schöckl^10

Climb.

Descent.

Repeat.

10xSchöckl_20150228eigentlich haben Georg (innovit) und ich vor Jahren (2011 war es glaub ich) die Idee geboren, es wäre doch mal schön unseren Grazer Hausberg (Schöckl, 1445m ü.A.) nicht nur einmal rauf und runter zu laufen, sondern wie wär das mit 10mal!? Von der Talstation der Schöckl-Seilbahn rauf zur Bergstation. In etwa ein Marathon, nur halt mit dem einen oder anderen Höhenmeter (~6700 positive und 6700 negative). Der einzige Gegner: der Hausberg. Einmal bin ich einfach so 5mal rauf und runter; aber dann hat es mir gereicht. Mit etwas Planung und etwas Unterstützung könnte das aber schon machbar sein. Irgendwann braucht man ja dann doch was zu Essen oder mal was Warmes (Suppe, Tee)… …und wenn (speziell gegen Ende) man von Freunden begleitet wird, kann das auch nur hilfreich sein. Na dann im Hinterkopf behalten und wenn es passt, realisieren.

Naja, irgendwie nimmt bei mir dann die Liste der Rennen die Überhand und es hat irgendwie nie ganz gepasst, um auch diese private Challenge unter zu bringen. Die eine oder andere Teilnahme am Schöckl Classic (Duathlon; von Graz mit dem Rennrad rauf zur Talstation, Wechsel in die Laufschuhe und rauf zur Bergstation) hat riesen Spaß gemacht und oft wenn ich die Strecke ein, zwei, maximal dreimal im Training angegangen bin, hat es mich schon gereizt rauszufinden ob die 10mal drin sind. Aber einfach so geht das auch nicht…

Und gestern dann (oder besser gesagt Jahre später), nachdem ich die Woche aufgrund einer Erkältung recht „Trainingsfaul“ war, wollte ich einfach mal wieder rauf auf den Hausberg, schauen wie es mir geht. Und zumindest mal die Luft da oben genießen. Wenn alles passt, vielleicht geht sich ja das ganze 3mal aus? Also etwas Laufzeugs, Trinken und einige Riegel sowie andere Energielieferanten (Waffeln, Apfelmuss,…) rein ins Auto und rauf zum Parkplatz.

Nummer 1, einfach „treiben“ lassen und versuchen einen Rhythmus zu finden. Heuer noch nicht so viel mit meinen Stöcken gelaufen, aber es fühlt sich gut an. 37min. und ich bin oben. Naja, da war ich schon 10min schneller oben, aber definitiv krank bin ich nicht mehr. Schön ist es da heroben. Ich glaub ich will das gleich nochmals machen. Aber erst einmal die etwas eisigen Passagen im Downhill überstehen… und unten den Schneematsch und den Gatsch…

# 2 geht gut und die Sonne kommt raus, fein. #3: es wird wärmer und die eisigen Stellen sind einfacher; dafür weicht der restliche Boden auf und es wird nicht weniger rutschig. Unten beim Auto etwas trinken fassen und Riegelnachschub. Also einmal geht schon noch, vielleicht sogar noch einmal? Nachdem ich keine weiteren Termine habe, starte ich zu #4; Visor ist ausreichend und Handschuhe grad nicht nötig. Beine und Arme schieben brav nach oben. Aja, nur um dies klar zu stellen: bergauf bin ich zu 99.9% am powerhiking. Bei dieser Steigung ist dies viel effektiver. Für mich zumindest. Und dann hab ich auch schon #5 in der Tasche. 5:22hrs. Es geht mir gut; will ich weitermachen. Wieso nicht. Aber nun doch die Suche im Auto was ich denn alles so mit habe. Die Laufbox bringt noch einige Schätze zum Vorschein und außerdem kann ich ja oben im Alpengasthof was essen. Das ist der Vorteil beim Hausberg. Na dann #6. Oben dann schon der Blick zum Gasthaus. Hunger hätt ich schon. Aber nicht wirklich was zum umziehen. Na dann Wechselzeugs holen. Und beim Bergankunft #7 gönn ich mir die Pause im Gasthaus. Kräuterrösti mit Spiegelei auf Salat und dazu Schwarztee mit Milch und Johannisbeersaft auf 0.5. Fein. Der Vorteil, dass ich einfach so da heroben bin, und einfach nur der Berg und ich uns was ausmachen. Stress mach ich mir keinen. Zahlen und wieder raus; es kühlt schon wieder etwas ab. Unten beim Auto aber denk ich noch immer nicht ans aufhören und so starte ich wieder nach oben. Nicht aber ohne Stirnlampe die vielleicht irgendwann notwendig wird. Na da hat irgendwas in meinem Hinterkopf beim Laufbox befüllen netterweise doch mitgedacht. Für den downhill dann aber schon die Beleuchtung eingeschalten. Es wird wieder eisiger. Und meine Oberschenkel melden sich auch schon etwas. Hehe, ist nun erlaubt denk ich mir nur. Wieder beim Auto kommt nun endgültig die Motivation auf die 10mal nun zu machen. 2mal geht jetzt auch noch, oder. Einen Fuß vor (oder oft über) den anderen… Bei Bergankunft #9 ist die Sicht gegen Null und der kalte Nebel macht es etwas unfreundlich. On the pleasant side of uncomfortable! Runter wird’s aufgrund der geringen Sicht schon anstrengend. Nur gut, dass ich mittlerweile fast jeden Stein beim Namen kenne. Nochmals Kopfbedeckung wechseln. Die Haube war fürs Heimfahren danach gedacht, aber erfüllt seinen Zweck bestens. Die Regenjacke ist nun auch schon mehr als Windschutz, denn unten leichter Regen und oben etwas Graupel verlangen danach.

#10 geht jetzt auch noch. Wieso nicht. Denn es geht mir erstaunlich gut. Na dann rauf. …und oben. Yeah! Bergankunft #10. Fühlt sich gut an. Noch schnell ein Beweisfoto und die Fäustlinge wieder drüber. Denn Ende ist erst wenn man wieder unten ist und das Wetter ladet gerade nicht zum Verweilen ein. …Auto, du hast mich wieder. Also eigentlich unspektakulär. Aber irgendwie eine tolle Ruhe da am Parkplatz. Bin nicht zerstört. Wohl aber geschafft, aber hab es auch geschafft. Dafür, dass ich für das Schöckl^10 einfach mal wieder trainieren wollte um es vielleicht irgendwann mal in die Tat umzusetzen, hab ich es nun also gleich erledigt. So geht’s doch auch 😉

Hausberg, danke. Es war mir eine Ehre 😉

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100 sMiles

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am Samstag ein frühlingshafter LongRun,

der Artikel von AJW auf iRF – Hints of Spring

…und gestern nun auch die Bestätigung bekommen wieder beim Chiemgauer 100 Meilen  dabei sein zu dürfen: yeah!

der Frühling kommt und somit auch Zeit den Plan für 2015 zu „konkretisieren“:

 

2015

gleich mal mit einem 100Meiler loslegen; nachdem es mir letztes Jahr beim Trainingslager dort so gut gefallen hat, will ich mir etwas mehr von der Gegend ansehen: 17.04.2015: 100 Miles of Istria (173km, +/-7002) quer durch Istrien…

…wenn genug Interesse da ist, darf ich Gripmaster und Zauberlehrling dabei unterstützen: 10.-13.06.2015: 4-Trails-Camp Bad Reichenhall, würd mich sehr freuen!

Dann endlich mal wieder in die Dolomiten: 26.06.2015: Lavaredo Ultra Trail (119km, +/-5850m); somit dieses Jahr leider kein ZUT, aber man kann nicht alles machen und der LUT reizt schon sehr!

und ein Stage-Race um dem 100Meilen-„Shuffle“ zu entkommen und die neue Streckenführung unter die Lupe zu nehmen 😉
08.-11.07.2015: Salomon 4Trails (4 Tage; 154.2km, +/-10027m)

yeah! „mein Klassiker“:24.07.2015: Chiemgauer 100 Meilen (161km, 7100m)

…zum drüberstreuen ein geniales Höhenmetersammeln in atemberaubender Landschaft:
15.08.2015: Sardona Ultra Trail (82km, +/-6100m)

und dann der Sprung nach Übersee: die Bilder und Videos haben mir letztes Jahr so gut gefallen, dass ich mir das mal ansehen möchte: 06.09.2015: The RUT (50km, +/-3040m); …und nebenbei eine tolle Ausrede sich den Yellowstone NP anzusehen und am Weg nach Denver noch das eine oder andere Trailwegerl mitzunehmen (Flatirons/Green Mountains; Hope Pass; …)

und wenn die Saison noch gut läuft dann vielleicht diese zwei noch:
26.09.2015: Schneeberg Trail (32km, +2400m)?
18.10.2015: Limone Extreme Skyrace (23.5km, +/-2000m)?

na dann fit werden, Gesund bleiben und Spaß haben! so long und bis bald!

…2015

nachdem die Saison 2014 zu Ende geht und etwas Pause / Abwechslung notwendig ist; darf man ja schon mal mit der Planung für 2015 beginnen: viel zu viele Optionen und zu wenig Urlaub 😉

...zu tun gäbe es mehr als genug ;-)

…zu tun gäbe es mehr als genug ;-)

…für ein erstes Highlight hab ich allerdings schon das Lotterie-Glück auf meiner Seite gehabt. Lavaredo Ultra Trail (119km und +/-5850m) in den Dolomiten. Super, freu mich!