…2015

nachdem die Saison 2014 zu Ende geht und etwas Pause / Abwechslung notwendig ist; darf man ja schon mal mit der Planung für 2015 beginnen: viel zu viele Optionen und zu wenig Urlaub ;-)

...zu tun gäbe es mehr als genug ;-)

…zu tun gäbe es mehr als genug ;-)

…für ein erstes Highlight hab ich allerdings schon das Lotterie-Glück auf meiner Seite gehabt. Lavaredo Ultra Trail (119km und +/-5850m) in den Dolomiten. Super, freu mich!

two short ones …continued

Schneeberg Trail & Limone Extreme Skyrace: 2 Rennen die “recht kurz” sind, aber es durchaus in sich haben. …nun auch das zweite Rennen…

...the first climb (photo taken a few days after the race)

…the first climb (photo taken a few days after the race)

Limone Extreme – Skyrunner World Series Final 2014; da braucht man wohl nicht viel mehr zu sagen. Das Starterfeld ist das who is who der Szene und einfach nur dabei zu sein ist ein must do. Mein erstes offizielles Skyrace. Noch dazu trifft man viele alte Bekannte und kann es mit einem Kurzurlaub am Lago di Garda mit der weltbesten Crew verbinden. Was will man mehr.

Freitag früh noch meine finale Untersuchung (Schluckultraschall, nit so fein) ob mein Loch im Herz nun wirklich dicht ist (PFO Verschluss): DICHT! yeah! Und dann ab in den Süden…

Am Abend den Start des VK schauen und gemeinsames Abendessen mit Silke, Tessa, Denis, Nico, Flo… Und am Samstag erst mal etwas ausschlafen. Start ist ja erst um 13:30. Die Italiener können das! Kurz vor 12 dann noch ein Omelette und einen Salat gemampft. Für viele vielleicht nicht gerade race-prep, aber ich hatte Lust drauf.

Um 13:30 geht’s nun also los. Ich stehe da irgendwo hinten in der Schlange; die Profis (die ersten 50 Damen und 50 Herren) haben einen abgegrenzten Startblock und ich drängle mich da irgendwo nochmals 150 Starter dahinter rein. Also nur so etwa 250 Läufer von insgesamt gut 600 vor mir…

Und los geht’s! Die Meute setzt sich in Bewegung… zuerst mal etwa 2km durch enge Gassen und über Kopfsteinpflaster „flach“ gegen Norden am Ufer entlang. Bin nicht allzu böse da nicht ganz vorne zu stehen, denn so komm ich erst gar nicht in die Versuchung es zu schnell anzugehen. Die 3min Pace hätte ich eh nicht überlebt ;-)

Dann geht’s aber rauf. Richtig rauf. Auf gut 4km gute 1000hm bis zum Passo Rocchetta. Zwar nicht die gleiche Strecke wie beim VK, aber durchaus auch nicht von schlechten Eltern. Es ist ein ziemliches Getümmel und nicht einfach zu überholen. Vielleicht doch besser gewesen etwas weiter vorne zu starten!? Anyway, die Beine fühlen sich gut an und mit den Stöcken schiebt es sich gut nach oben. Kurz vor dem Passo schnappe ich mir meinen Teamkollegen Stephan und Emilie (ja Forsberg) kommt in Sichtweite.

 

photo by Aritz Gordo Perez

photo by Aritz Gordo Perez

Es dauert aber bis kurz nach dem Passo Guil bis ich vorbei komme. Bis rauf zum Monte Carone (= höchster Punkt des Rennens) geht es mehr im Power-Hike als im Laufschritt. Aber auch um mich rum sind fast alle am Gehen und ich mach sogar den einen oder anderen Platz gut da rauf. Auf 1621m angekommen gibt’s nicht viel Zeit zum verschnaufen und einen matschigen Waldtrail nach unten. Vorfreuden aufs Skifahren kommen auf ;-) Slip-slidin‘ away!

Kurz werden wir mal auf eine Forststraße gespuckt und bald geht’s aber wieder auf Trails bergauf. Und der Himmel öffnet seine Schleusen: es regnet so, dass es bei meinem Visor innen runter rinnt. Nachdem es schön warm ist (im Vergleich zum Schneeberg Trail 2 Wochen zuvor) macht es einfach nur Spaß mit den Leidensgenossen da herum zu „eiern“. Aber es kostet definitiv Kraft und die „kurze“ Strecke beginnt sich zu ziehen. Meine zwei Gels sind leider bereits aufgebraucht. Ein drittes hätte ich mir nun gewünscht. Immer wieder gibt es Gegenanstiege und das auf der Homepage des Veranstalters abgebildete Höhenprofil scheint nicht die ganze Wahrheit gesagt zu haben. Wohl künstlerische Freiheit. Irgendwann steht kein geringerer als Greg Vollet auf einem dieser kleinen Gegenanstiege und ermuntert mich indem er sagt es sind nur noch 500m und dann beginnt der downhill. Naja, kurz mal bergab, aber kurz darauf auch schon wieder bergan. Sind ja doch insgesamt gut 2000 positive (und negative) Höhenmeter die wir zu bewältigen haben. Irgendwann dann aber doch der „finale“ downhill. Der Blick runter nach Limone bei km 20 lässt erahnen, dass es noch ordentlich runter geht… …Leider schießt mir genau dann ein Krampf im rechten Oberschenkel ein und ich realisiere, dass ich doch schon ganz ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Also einen Gang zurück schalten und etwas aufpassen. Aber es ist einfach genial und ich lasse es nach bestem Wissen und Gewissen laufen. Klar, gegen einen Kilian schaut dies wohl nach Zeitlupe aus ;-)

enjoying the downhill... photo by Robert Kampczyk

enjoying the downhill…
photo by Robert Kampczyk

flying... (naja, zumindest nicht auf die Nase)  photo by Roland Strasser

flying… (naja, zumindest nicht auf die Nase)
photo by Roland Strasser

Nach 2 Mini-Gegenanstiege und einem Weg entlang eines Baches (bin ich heute früh zum Aufwärmen schon mit Nico gelaufen) die Ankunft am Ufer. Leider aber nicht direkt in den See; die Versuchung war groß! Nur mehr eine kleine Gerade. Am roten Teppich die Atmosphäre genießen. Ziel! Genial!

3:05:04 h und immerhin noch der 97. Gesamtplatz (BTW: erster Österreicher!?) Nicht ganz die 3Std.-Marke geknackt, aber sehr happy dabei gewesen zu sein und es gut überstanden zu haben. Muss man mal gemacht haben auch wenn es „nur“ ein kurzes Rennen ist ;-)

Dann haben wir die Atmosphäre im Ziel genossen und brav noch auf den letzten Metern unserer Mitstreiter angefeuert. Super Event! Toll Organisiert. Super Stimmung und tolle Leute. Den Abend dann gemütlich gemeinsam ausklingen lassen… Limone: Ich komme wieder!

[BTW: Leider hat mir jemand nach dem Rennen meine Sense die ich unters Auto gestellt habe (weil sie ganz nass und dreckig (und stinkig!) waren) entwendet!? Naja, ich hoff derjenige freut sich drüber und bekommt einen Fußpilz ;-) ]

two short ones

Schneeberg Trail & Limone Extreme Skyrace: 2 Rennen die “recht kurz” sind, aber es durchaus in sich haben. …nun erst mal das erste; schön der Reihe nach…

Letztes Jahr lief es beim Schneeberg Trail sehr gut und mir fiel dazu nur ein: “In der Kürze liegt die Würze“; …diesmal freute ich mich wieder darauf dabei zu sein. Der dritte Platz vom letzten Jahr würde selbst an einem guten Tag diesmal wohl schwer zu verbessern sein; ist das Starterfeld doch wieder durchaus gut besetzt: Andi, Ivan, Michael, Alex, Michi,… Allerdings ist mir gleich beim ersten Kilometer klar, dass dies diesmal einfach nicht drin ist. Es gibt so Tage, da will es einfach nicht laufen; das merkt man dann gleich am Start. Ist so. Anyway, nachdem ich ja schon unterwegs bin (und dafür um 3:30 aus dem Bett gekrochen bin) und die Strecke ja einfach genial ist, geht’s also da rauf auf den Schneeberg. 2400 positive Höhenmeter und etwa halb so viel bergab. Zuerst mal zwei kleine „Zwischenberge“ bevor es dann wirklich hoch geht. Fast nur Trail, das eine oder andere Schotterstraßenstück und bis auf zwei Straßenquerungen null Asphalt. So soll es sein. Das Wetter will aber nicht ganz so sein und es wird eine recht nasse und gegen Ende hin durchaus kalte Angelegenheit. Gatsch und Matsch wechseln sich ab und die wurzeligen Bergabpassagen sind ein Spaß.

...Trails!  Danke Matthias Kodym für das Foto!

…Trails!
Danke Matthias Kodym für das Foto!

Es reicht wohl einfach den Trail zu genießen und froh zu sein, dass man draußen ist in der Natur und in seiner Freizeit sowas machen darf. Einfach so; schön! …irgendwann realisiere ich dann auch dass ich wieder den einen oder anderen Mitstreiter einholen kann und es ja gar nicht so schlecht lauft. Wie sagst Silke da immer: „Jammern auf hohem Niveau“. Wo sie recht hat, hat sie recht ;-) Kurz vor der zweiten Labe pfeift der Wind so von der Seite, dass meine rechte Gesichtshälfte taub wird; aber der Tee bei der Labe und das Waldstück danach schaffen wieder etwas Besserung. Meine Finger dagegen sind schon recht unbrauchbar (ja, da bin ich wohl eine Memme). Der finale Anstieg rauf auf den Schneeberg ist kalt. Und nass. Und kalt, sagte ich das schon. Das eine oder andere Schneefleckerl ist zu sehen, falls es der dichte Nebel erlaubt. Ich wickle mich in meine Bonatti ein und zieh die Kapuze weit ins Gesicht. Meine Finger sind ab dann eher nicht mehr sehr gesprächig und ich bin froh Schlaufen auf meinen Stecken zu haben, um diese nicht zu verlieren ;-)

...nicht die besten Bedingungen, aber Spaß hats gemacht!

…nicht die besten Bedingungen, aber Spaß hats gemacht!

Die letzte Labe lasse ich aus; es ist da oben gerade einfach etwas ungemütlich. Die armen Helfer. Herzliches Dankeschön dass ihr trotzdem da oben gewesen seid und uns angefeuert habt. Danke! …nun noch das Bergabstück Richtung Ziel, noch 3 Leidensgenossen geholt und im Blindflug durchs Ziel. Der Zielbogen war erst 20m vorher zu erkennen… 3:48:12 h und gerade noch die Top 10 geschafft (10. Platz). Fein wars. Danke an die Organisation für ein tolles Rennen. Kann mein einfach nur empfehlen. Mitmachen!

Danke auch an meine erweiterte Crew (Silke & meine Parents!) fürs hin chauffieren, begleiten, gemeinsames Essen am Berg danach (leider ohne wirklich was von der tollen Aussicht zu haben) und wieder gut zuhause abliefern. Ein schöner Ausflug. Next time wieder, aber bitte mit besserem Wetter, oder ;-)

 

aja, die ersten drei Damen und Herren: stark!

Overall Damen:
1. Emöke Paál (Hungarian Doctors Sports Club) 04:26:03
2. Evelyne Lachner (LC Running Puchberg) 04:37:26
3. Nina Panzenböck (Team Hinteralm) 04:40:46

Overall Herren:
1. Andreas Rois (LTV Bawag PSK Köflach) 03:31:01
2. Ivan Paulmichl (LC Running Puchberg) 03:34:52
3. Michael Kabicher (Mammut Austria) 03:36:08

A little less than a day versus 8 in a row

…oder Chiemgauer 100 Meilen Berglauf versus Gore-Tex Transalpine-Run.

Nachdem ich es nicht mehr geschafft habe, meinen Bericht über den Chiemgauer 100 Meilen vor dem Gore-Tex Transalpine-Run „abzuliefern“, nun einfach ein Bericht der diese zwei durchaus unterschiedlichen Veranstaltungen versucht in einem zu beschreiben. Aus meiner Sicht… (Chiemgauer kursiv)

Also der eine Lauf – der Chiemgauer – ist ein “Rundkurs” rund um Ruhpolding der non-stop zurück zu legen ist und 100 Meilen sowie etwa 7000 positive Höhenmeter inkludiert. Das Ganze im Prinzip alleine und aufgrund der limitierten Starterzahl und einer variablen Startzeit auch oft dann wirklich alleine laufend. Einiges auf Forststrassen, das andere auf tollen Trails und Pfaden.

...schönes Zick-Zack das da auf uns wartet

…schönes Zick-Zack das da auf uns wartet

Der andere Lauf – der Transalpine-Run – ein Teambewerb von Ruhpolding (ja, der Startort ist derselbe!) nach Sexten (in diesem Jahr; die sogenannte Ost-Route). Als Etappenlauf aufgeteilt auf 8 Tage und insgesamt 292 km und gut 13000 positiven Höhenmeter. Mein Teampartner kein geringerer als Flo Reichert, a.k.a. Trailflow; der Mr. Skyrunning aus Göttingen.

10 years!

10 years!

Der eine Lauf eine “kleine” Veranstaltung die Gi (der Veranstalter) heuer zum 10. Mal auf die Beine gestellt hat. Bei all den Restriktionen und Auflagen in dieser Gegend schon genial, dass der Trailanteil über die Jahre zugenommen hat. Der andere Lauf von Plan-B bestens organisiert, mit doch etwas mehr Personal und einem vermutlich etwas größeren Budget; und auch diese Veranstaltung hat heuer ihr 10-jähriges Jubiläum! Also doch nicht so unterschiedlich ;-)

Ein Unterschied ist sicherlich, dass der eine Lauf dem Teilnehmer alle Freiheiten und Verantwortung gibt, was die Ausrüstung betrifft. Wer meint nichts mitführen zu müssen, braucht dies auch nicht. Keine Kontrolle ob man eine Windjacke, Regenjacke oder gar eine Trinkflasche hat. Gi ist der Meinung wir sind alle erwachsen genug und sollen selber entscheiden. Auch die Streckenmarkierungen sind eher minimalistisch; aber mehr als ausreichend (und es wird ja empfohlen eine Karte mitzuführen). Für uns 100 Meiler gibt es auf der ersten Schleife (~87 km) zwei Dropbag-Stationen und die restlichen Posten sind von Betreuern der Läufer selbst bestückt. Somit ist nicht immer sicher was einen wo erwartet; aber es hat bis jetzt immer bestens geklappt. Super Konzept. Der andere Lauf ist mit seinen fast 600 Teilnehmern und dem Mehrtages- sowie dem teilweise doch alpineren Charakter(der höchste Punkt beim Chiemgauer ist der Hochfelln mit seinen 1674 m; beim Transalpine-Run sollte es heuer bis auf 2667 m gehen; über die Birnlücke) und einem höheren organisatorischen Aufwand nachdem wir ja 3 Länder bereisen und fast jeden Tag wo anders unser Etappenziel haben, etwas „straffer“ geführt. Es gibt Pflichtausrüstung, die an jedem Tag bei jedem Team überprüft wird. Gut so. Bei so vielen und unterschiedlichen Läufern wichtig. Nachdem ich jemand bin der meist eh zu viel mit sich rumschleppt, kann ich mit beiden Herangehensweisen sehr gut leben. Aber vermutlich bin ich auch im Training genug in den Bergen unterwegs um gelernt zu haben, wann welche Ausrüstung Sinn macht. Anyway…

..hinter dem Haus ;-)

..hinter dem Haus ;-)

Nachdem ich 2011 und 2012 den Chiemgauer 100 Meilen auf Platz 1 finishen durfte, letztes Jahr aber nicht mal die ersten 100 km schaffte (ja, DNF) war für heuer klarerweise das Ziel das Ziel zu erreichen. Aber insgeheim hoffte ich schon auf einen guten Lauf und wollte mir schon gerne wieder einen dieser tollen Pokale abholen. Und eigentlich wichtiger als die Platzierung war mir doch die Zeit. Endlich einmal so 100 Meilen unter 24 Stunden zu bewältigen. Das wäre schon was; speziell nach einem etwas durchwachsenen 2013 und einem naja, sagen wir mal suboptimalen Start in die Saison 2014.

Nachdem ich letztes Jahr den Gore-Tex Transalpine-Run auf der West-Route (von Oberstdorf nach Latsch; etwas weniger km, etwas mehr Höhenmeter) mit Denis, dem Chefredakteur des Trail Magazins erlaufen durfte; freute ich mich heuer auch riesig auf die Ostroute und die Dolomiten. Und das noch dazu mit Trailflow. Obwohl ein bisschen Angst habe ich schon ob ich mit Flo mithalten würde; ist die Ostroute doch flacher und schneller als die Westroute. Aber er hat bis jetzt noch keine Erfahrung in „stage-races“ und somit ist mein Plan die ersten Tage bzw. die flachen Passagen irgendwie zu überleben (wie eigentlich!?) und in den Bergen dann meinen Spaß zu haben.

Beim Chiemgauer 100 Meilen geht es am Freitag los. Und nachdem wir 100 Meilen Läufer die 2. Hälfte der Strecke mit den 100 km Läufern – die am Samstag früh starten – teilen, darf man zu jeder vollen Stunde zwischen 14:00 und 20:00 starten, um nicht zu früh (vor 4:30) auf die 100 km Strecke zu gelangen. Gemeinsam mit Rudi (a.k.a. die Machine), Sebastian (den ich letztes Jahr beim Sardona kennen lernen durfte) und Andi (ein schneller Salomon-Däne) sind wir die Letzten die um 19:00 starten. Dem diesjährigen Sommertrend nicht folgend haben wir gute trockene Bedingungen. Normalerweise hat man bei 100 Meilen schön Zeit sich einzulaufen. Eine alte Weisheit ist ja, dass man auf diese Distanzen auf den ersten 20 Meilen nur verlieren und so ein Rennen auf den letzten 20 gewinnen kann. Naja, Andi macht gleich ordentlich Tempo und keiner von uns will nachgeben. Am Zinnkopf angekommen, dreht dann Rudi beim Downhill ordentlich auf und so erreichen wir Hörgering – die erste Labestation bei km 18 – nach bereits 1:33. Ok, nun wäre ich warm ;-)

Grip, me, Seb, Rudi, Ansi and Gi a minute to the start

Grip, me, Seb, Rudi, Ansi and Gi a minute to the start

Ruhpolding, Tag 1 beim Gore-Tex Transalpine-Run. Dem diesjährigen Sommertrend folgend regnet es bereits am Start. Die Stimmung ist dennoch sehr gut und das Tempo wie zu erwarten gleich recht hoch.

das Quartett ;-)

das Quartett ;-)

Zumindest für einen „Trailläufer“, zu denen ich mich zähle. Meine Marathonzeit sag ich hier mal lieber nicht ;-)   1500 positive Höhenmeter auf 49 km ist nicht sehr viel. Leider macht mir das Tempo und eine suboptimale Tagesverfassung bald zu schaffen und mein linker Bizeps femoris (oder besser gesagt mein hinterer Oberschenkel) macht zu. Das sollte sich dann auch nicht mehr so schnell ändern. Aufgrund des Regens haben wir auf den Trails unseren Spaß und rutschten teilweise doch etwas herum auf den nassen Wiesen und im Gatsch (=Matsch). Leider machen mir auch Krämpfe zu schaffen (scheint so, als hätte ich sowas immer wenn ich mit Arc’teryx Läufern unterwegs bin ;-)) Anyway, über eine Holzbrücke rutschend, detoniere ich danach noch ordentlich auf dem felsigen Trail dahinter und „massiere“ meine ganze rechte Seite eindringlich. So ist zumindest kurz der linke Oberschenkel vergessen. Die letzten flachen km rein nach St. Johann beiße ich die Zähne nochmals zusammen, hänge mich bei Flo in den Windschatten und so erreichen wir nach 4:58 Std. das Ziel in St. Johann. Riesen Dank schon hier an Flo für seine Arbeit im Team und dass wir unseren Spaß nicht verloren haben. …nun mal gleich ab zur richtigen Massage (hoff ich darf das so nennen, sind ja alles Physios bei der Arbeit; die ihren Job ausgezeichnet machen!)…

...finish of day 1; 7 more to come

…finish of day 1; 7 more to come

Bei einem 100 Meilen Lauf ist es für Normalsterbliche üblich durch die Nacht zu laufen. Nachdem wir um 19:00 gestartet sind, ließ die Dunkelheit nicht allzu lange auf sich warten. Leider auch nicht die ersten Probleme. Wie letztes Jahr muss ich im Schutze der Dunkelheit des Öfteren in die Büsche. Verdammt. Nicht wieder ein DNF. Also ruhig bleiben, die Tatsache hinnehmen und versuchen trotzdem die Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr aufrecht zu erhalten. Schon nach pitstop 1 ist Rudi an mir vorbei und ich mache einfach mein Tempo. Das Gute an so langen Läufen: normalerweise hat man genug Zeit sich aus einem Tief wieder raus zu arbeiten. Zur Stoißer Alm rauf arbeite ich mich mit Sebastian gemeinsam hoch und lass ihn dann laufen. Schwarztee im Tausch mit 2.50€ ist nun der ideale Deal.

Von St. Johann geht es nach Neukirchen am Großvenediger; Etappe 2. Erneut nicht ganz 50 km und keine 2000 Höhenmeter rauf auf den Wildkogel. Da oben ist es super schön (leider nicht ganz so für die die etwas später dran sind; die wurden mit dem einen oder anderen Hagelkorn begrüßt!); aber bis wir da endlich am Berg sind, bin ich schon wieder ganz schön mitgenommen und mein linker Oberschenkel macht mir Sorgen. Bergab Augen zu und durch. Hallo Neukirchen. Hallo Großvenediger!? Leider ist uns der Blick bei diesem Wetter nicht ganz gegönnt.

nice shot ;-)

nice shot ;-)

Nach dem Schwarztee geht es wieder etwas besser und als ich die Steiner Alm zumindest schon wieder in normalem Gehtempo passiere, freue ich mich schon auf Adlgass; die Verpflegungsstation die Silke und Carmen betreuen. Mit etwas musikalischer Unterhaltung aus meinem iPod und dem Fokus der Stirnlampe erreiche ich diese VP schon wieder optimistischer. Etwas warme Suppe, gutes Zureden von Silke und meine Stöcke (die ich bis dahin nicht hatte) sowie ein trockenes Shirt lassen mich den Anstieg rauf zur Kohleralm mit neuer Energie in Angriff nehmen.

Der Plan ist am 3. Tag von Neukirchen nach Prettau zu laufen; Überquerung des Alpenhauptkammes über die Birnlücke, den höchsten Punkt der Strecke. Ein definitives Highlight der Ostroute. Leider nicht für uns. In der Nacht ist das Wetter so schlecht geworden und Neuschnee sowie eisiger Wind machen eine Überquerung in Form eines Rennens unmöglich. Sehr schade aber sicherlich die richtige Entscheidung. Gegen das Wetter kann man nichts machen. Plan C wird in die Tat umgesetzt und wir laufen eine Runde um Neukirchen. Endlich mal gleich bergauf. Trails. Ein super Downhill. Fun. Dann leider ein mir ewig erscheinender Asphalt-Radweg. Dann wieder tolle Trails bei durchwegs nicht ganz so tollen Wetterbedingungen. Aber der Regen stört mich nicht. Gatsch schon gar nicht. Asphalt schon. Trotzdem für Plan C eine tolle und lustige Runde. Andi (nein nicht der Däne vom Chiemgauer) nimmt Flo und mich dann freundlicherweise mit seinem Bus mit nach Prettau und wir genießen etwas Sonne bei der Fahrt über den Stallersattel. Danke Andi!

Kohleralm, immer wieder ein Highlight beim Chiemgauer. Wolfi und Freunde servieren uns Kartoffeln mit Slaz, warmen Tee und was das Herz sonst noch begehrt. Dazu kommt noch, dass Grip zum Foto machen hochgekommen ist und sich um uns anzufeuern die Nacht um die Ohren haut. Super danke! Der Downhill von der Kohleralm ist schön technisch und ich bin beschäftigt. Tee und Konzentration auf andere Dinge beruhigen meinen Bauch. Runter zum Mauthäusl läuft es schon ganz gut und die Weißbachschlucht kann ich genießen.

...candle light dinner with Grip ;-)

…candle light dinner with Grip ;-)

Tag 4 von Prettau nach Sand in Taufers hat zwar nur 31.5 km aber zumindest im Abstieg knacken wir endlich mal die 2000 Höhenmeter. Anfangs geht’s gleich mal bergauf; aber es geht mir nicht gut – Energielevel im Keller – und ich muss ordentlich zurück schalten bzw. kann einfach nicht hoch schalten. Flo tut mir leid, denn er hüpft neben mir her um sich warm zu halten. Heute geht es rauf in den Schnee. Über die Bretterscharte. Super schön da oben. Geniale Stimmung! Obwohl die Bergwachtler, Fotografen und Streckenmarkierer beneide ich nicht und bin froh auf der andere Seite windgeschützt einen tollen Downhill in Angriff zu nehmen. Naja, Angriff nicht, eher Schadensbegrenzung. Mein Laufstiel ist mittlerweile wohl eher der eines Oktopusses auf Abwegen am Festland. Aber der Oktopus hat noch immer seinen Spaß und einen Begleiter an seiner Seite, der es gar nicht erlaubt an ein Aufhören oder dergleichen zu denken. Der zweite Anstieg ist in der Sonne und es wird das erste Mal schön warm. Und ich schön langsam. Bergab geht es dann über tolle technisch interessante verblockte Trails und das Energietief wird ausgeblendet. Sand in Taufers erwartet uns mit Sonne und wir dürfen mal endlich den Brunnen (oder besser wohl Teich) im Ort zum Füße kühlen verwenden. Nice. Eine durchaus perfekte Etappe. Traillaufen, so soll es sein.

Flo enjoying himself up on the ridge

Flo enjoying himself up on the ridge

Von Zwing geht es über einen schmalen Steig der teilweise Seilversichert ist rüber zur Kaitlalm. Ich treffe nun immer wieder mal auf andere Mitstreiter, die die eine oder andere Stunde vor uns gestartet sind. Es wird auch schön langsam hell als ich die Kaitlalm gestärkt wieder verlasse. Immer wieder eine tolle Stimmung dieses Morgengrauen nachdem man die dunkle Nacht durchgelaufen ist. Schön! …nun noch ein schöner Downhill und am Taubensee vorbei Richtung Ruhpolding. Gleich ist die erste Hälfte (genauer gesagt 87 km) geschafft und ich hab mir ein Frühstück verdient.

Tag 5 und Halbzeit. Der „Ruhetag“ beim TAR. Bergsprint. Nicht ganz 7 km und etwas mehr als ein VK (=vertical kilometer; 1000 positive Höhenmeter). Hier dürfen die Teampartner alleine laufen und Flo kann endlich mal Tempo machen. Ich versuche brav getaped und mit meinen Stöcken bewaffnet diesen Tag wirklich irgendwie als Ruhetag zu sehen. Aber trotzdem versucht man halt doch alsbald da oben anzukommen. Flo schafft es grad nicht aufs Treppchen und ich bin mit etwas mehr als 1 Std. auch nicht ganz unglücklich. Massage in der Sonne und Lasagne in der Wiese. Dann noch einen Radler mit meinen Eltern, die auf einen Sprung vom Wanderurlaub hergekommen sind und gleich selber die Strecke rauf sind. Na so viel langsamer als ich seid ihr auch nicht gewesen ;-)

loved those rest day trails ;-)

loved those rest day trails ;-)

Frühstück in Ruhpolding. Silke hat mir Tomatensuppe mit Reis gemacht und ich löffle den warmen Brei in mich rein. Ein bisschen kalt ist es jetzt gerade schon. Nicht zu lange aufhalten. Rudi ist bereits lange vor mir durch. Voll auf neuem Rekordkurs. Mich freut es für ihn und ich bin froh, dass ich im Vergleich zum letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt noch (oder besser gesagt wieder) in halbwegs guter Verfassung bin. Und los geht’s wieder. Sind ja nicht mal mehr 80 km…

Nicht ganz 40 km nach St. Virgil und der längste durchgehende Anstieg der Ostroute auf den Kronplatz. Cool. Aber bis dorthin: gar nicht cool. Viel Asphalt. Gleich am ersten km merke ich es wird heute ein langer Tag, der Oberschenkel macht sofort wieder zu und jeder zweite Schritt schmerzt. Flo ist mal wieder der beste Partner den man sich wünschen kann und er kümmert sich um mich so gut es nur geht. Ich versuche die Labestationen zu überlaufen, während er für mich Flasks auffüllt und meine Stecken schleppt. Immer gut gelaunt gelingt es ihm mich immer wieder abzulenken. Und wenn nötig ist er auch einfach nur leise und lässt mich einen Schritt vor den anderen setzen. Auf den ersten gut 20 km frage ich mich des Öfteren warum ich mir das antue und ob mein Kopf oder mein Körper aus sagt. Aber irgendwann war er dann da der Berg und bergauf ging es wieder etwas. Meinen Teampartner vom letzten Jahr haben wir nun auch wieder eingeholt. Heute als Gastläufer mit dabei. Schön dich mal wieder zu sehen! Leider ging es dann nicht immer direkt nach oben über die Skipisten, sondern wir müssen Zig-Zag die Forststrassen hoch; aber immerhin sind wir kurz vor dem 12 Uhr Glockenschlag am Kronplatz. Die Glocke beim Einschwingen. Beim Downhill hören wir sie dann noch. Anfänglich noch auf Trails geht es die letzten km wieder Asphalt bergab. Aua. Im Ziel meint dann ein Mitstreiter dass es für ihn hart ist, weil es erst sein zweites Trailrennen sei; ich muss erwidern, dass es für mich so hart sei, weil es erst mein zweites Strassenrennen sei. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Aber heute war es echt hart (körperlich aber vor allem mental) für jemanden der normalerweise versucht Asphalt zu meiden.

na, wer sieht lockerer aus ;-D

na, wer sieht lockerer aus ;-D

Über den Unternbergsattel und vorbei an der Brander Alm (wo ich letztes Jahr ausgestiegen bin; was immer noch 1 Std. Abstieg bedeutet!) geht es nun rauf auf die Hörndlwand. Gemeinsam mit Sebastian. Die 4 Stöcke im Einklang. Es ist warm und wir sind super froh, dass wieder einige freiwillige Helfer Trinken und Snacks da rauf geschleppt haben. Danke vielmals! Der Abstieg von der Hörndlwand ist wieder genial. Technisch – rutschig und Grip steht wieder an der Strecke und macht Bilder von uns. Da geht es gleich wieder gut dahin.

...feeling good again!

…feeling good again!

Röthelmoos-Verpflegungsstation. Ich genieße Wassermelonen, etwas alkoholfreies Bier und Soletti. Eine kleine Katze schleicht um meine Beine und denkt sich ihren Teil… Weiter geht’s auf den Hochsattel, auf dem ich mich 2011 vor lauter Nebel fast verlaufen wäre. Heuer super schön da oben und Eschelmoos ist schneller da als gedacht.

Von St. Virgil nach Niederdorf geht es heute. Ein Marathon. 2000 pos. Höhenmeter. 2 Gipfel und zwischendrin der Pragser Wildsee. Eine wunderbare Etappe. So stell ich mir das vor. Aber nicht nur die Wege und die Landschaft machen Lust aufs Laufen; auch der sehr erfreuliche Zufall, dass mir ein am Vorabend bei der Physio anwesender Osteopath mein blockiertes linkes Sprunggelenk wieder „deblockiert“ hat. Anscheinend die Wurzel allen Übels. Klar, mein ganzer Bewegungsapparat ist nun nach 6 Tagen in diesem Zustand laufend nicht mehr gerade im besten Zustand, aber es läuft doch etwas geschmeidiger (relativ gesehen!). Wir laufen wieder. Etwas mehr als die letzten Tage zumindest. An der Forcolla Sora Forno auf 2383 m bin ich zwar irgendwie zittrig und mach etwas langsamer; aber der Downhill runter zum Pragser Wildsee macht echt Spaß und wir lassen es im losen Geröll laufen. Rund um den See und schon geht’s wieder bergauf. Mit Rudi (ja, der der beim Chiemgauer auf Rekordkurs ist!) und Stephan arbeiten wir uns im Quartett rauf zum Weißlahnsattel. Super Gegend. Und auch wieder ein toller Abstieg, eine „Sandreißn“ (=Geröllfeld auf Bayrisch) runter. Die finalen km rein nach Niederdorf läuft Flo vor mir als Windschutz und spricht mir immer wieder gut zu („locker bleiben – große Schritte“) und somit erreichen wir in 4:39 Std und als 5. Men Team das Ziel. Nicht unzufrieden.

...gejagt vom führenden Mixed Team. Super nett die Zwei...

…gejagt vom führenden Mixed Team. Super nett die Zwei…

Von Eschelmoos geht es runter nach Kohlstatt. Forststrassen. Aber nachdem mich hier Alois überholt (der momentan Führende auf die 100 km und schlussendlich auch Sieger!), hänge ich mich einfach bei ihm an und wir fliegen (für einen 100 Meiler) Richtung VP. Nach kurzer Pause geht es eine erbarmungslos steile Wiese nach oben und rüber zur Hocherb Alm. Weiter leicht bergauf, leicht bergab nach Maria Eck. Diesmal ohne Umweg (dort hatte ich mich 2012 mit Lars etwas verlaufen) und wieder freue ich mich über Wassermelonen. Nun die „Querung“ rüber nach Egg. Tolle Trails. Rolling along…

...Wassermelonen!

…Wassermelonen!

Tag 8; final Stage. Noch einmal 33,4 km und gut 1200 pos. Höhenmeter. Vorbei an den Drei Zinnen. Nordwand. Genial. Allerdings gilt es zuerst einmal dorthin zu gelangen. Die ersten 15 km sind flach und Asphalt bzw. Schotterstraße. Aber irgendwie geht es heute auch hier etwas besser als sonst. Das Tal rein ist super schön und ein Vergleich mit dem Yosemite Valley nicht ganz schlecht, obwohl die Geologie nicht ganz passt. Und dann geht es ja auch irgendwann nach oben. Der Anstieg ist toll und der Blick auf die Drei Zinnen entschädigt mehr als nur etwas.

die drei von der Tankstelle ;-)

die drei von der Tankstelle ;-)

Sogar ein Foto mit Flo geht sich da oben noch aus bevor wir uns den Abstieg hinunter werfen. Hier lassen wir es nochmals richtig laufen und machen wieder Plätze gut. Die letzten km muss ich nochmals kämpfen aber wir dürfen dann wirklich gemeinsam nach 292 km die Ziellinie in Sexten überqueren. Danke. Danke Flo für deine Geduld, dein fröhliches Gemüt und überhaupt! Wir haben es geschafft. Nicht ganz wie wir es uns vielleicht anfänglich erhofft hatten, aber doch immerhin noch 8. bei den Men und 16. Overall. In 30:55 Std. Den (meinen) Umständen entsprechend ok. Ich habe wieder viel gelernt. Und will auch die nicht immer ganz positiven Erfahrungen nicht missen. Zufrieden. Aber vor allem hat sich aus 2 Typen in Laufschuhen – so denke ich doch – eine gute Freundschaft entwickelt. Danke fürs gemeinsam Leiden und Spaß haben!

happy to be here ;-)

happy to be here ;-)

BTW: Alle angetretenen Läufer der Salomon-Teams haben das Ziel erreicht. 100% Finisher-Quote. Und nicht nur das; alle haben Top10-Plazierungen in ihren Klassen. Definitiv aber ziehe ich meinen Hut vor Mirco und Stephan. Echt starke Leistung ihr beiden!

a great week with great people!

a great week with great people!

Der finale Anstieg auf den Hochfelln verlangt nochmals vollen Einsatz. Obwohl ich nun bereits gut 135 km in den Beinen habe, geht es bergauf erstaunlich gut und ich schiebe mich nach oben. Super Anstieg.

the final climb...

the final climb…

Die letzten Meter auf den Hochfelln sind schon zach. Oben kurze Stärkung und runter geht es den „useless downhill“. So getauft von Nickademus – dem Sieger vom Vorjahr der gerade dieses Wochenende den Tor de Geant als 2. beendet hat! Useless deshalb, weil es so technisch ist, dass nicht viel an laufen zu denken ist und man teilweise bergab kraxlt. Useless, but fun! Wieder in Eschelmoos retour geht es mehr oder weniger bergab (nicht nur!) nach Brand. Die letzte VP. Dort gebe ich all meine Ausrüstung ab und laufe nur mit einer Trinkflasche bewaffnet Richtung Ziel. Es beflügelt und ich erledige die finalen 8km in 44 min. What a feeling. Rudi war da schon eine gute Stunde vor mir im Ziel; aber immerhin durfte ich mich als 2. hinter ihm einreihen. In 22:41 Std.; Neue PB (personal best)! Awesome. D.h. auch ich konnte noch den alten Streckenrekord unterbieten der damals aufgestellt wurde als es noch weniger Trails und weniger Höhenmeter waren. Mehr als zufrieden.

Rudi and me and our super cool trophies!

Rudi and me and our super cool trophies!

 

Zwei Rennen, 9 Tage, 453 km und gut 20000 Höhenmeter später. Viele Freundschaften, viele, viele tolle Erinnerungen und der eine oder andere Schweißtropfen. Geschichte am Rande: im Ziel des Transalpine-Run trafen Rudi (der neue Streckenrekordhalter der Chiemgauer 100 Meilen und 10. Overall beim Transalpine-Run mit Stephan) und ich dann durch Zufall auf Alois, den Sieger des heurigen 100 km Chiemgauer. Gerade im Bike-Urlaub. Die Welt der Trailläufer ist schon klein ;-)

Danke an alle die dies ermöglicht haben. Allen voran Silke, die mich dabei so unterstützt! Danke Flo fürs gemeinsame Abenteuer! Danke Rudi fürs mich vorantreiben! Danke an die vielen vielen Mitstreiter, Leidensgenossen (hehe, meinen Spezialleidensgenosse Stephan – a.k.a. der Höglgeist – ganz besonders!) und Begleiter (hier besonders Babsi – die Höglgeistin und Carmen). Danke an Organisatoren und Sponsoren ohne die es keine Veranstaltungen geben würde und an die vielen, vielen Helferlein an den Strecken ohne die solche Veranstaltungen unmöglich wären. Danke.

Na dann, auf zu neuen Abenteuern…

a 100Miler in 4 days…

…etwas verspätet aber doch noch: mein Bericht zu den Salomon 4Trails. Der Bericht zum Chiemgauer 100 Meilen dann alsbald… Hat mir mal wieder in Erinnerung gerufen, dass es nicht unbedingt einfacher ist wenn so eine Distanz auf 4 Tage verteilt ist statt “einfach” nur non-stop ;-)

...am Start in Garmisch: etwas Regen, guter Dinge!

…am Start in Garmisch: etwas Regen, guter Dinge!

Die Salomon 4-Trails finden heuer zum 4. Mal statt. Für mich sind es die 2. „Spiele“. Wurde letztes Jahr gegen die Hitze angekämpft, so sind es diesmal Regen und teilweise auch die Kälte und etwas Schnee die es zu meistern gibt. Im Nachhinein muss ich gestehen ist mir so ein Wetter viel lieber als die Hitze. Vom 9. – 12. Juli ging es für die 460 Teilnehmer aus 28 Nationen von Garmisch-Partenkirchen (GER) über Ehrwald (AUT) und Imst (AUT) nach Landeck (AUT) um schlussendlich wenn alles gut ging in Samnaun in der Schweiz zu landen. 4 Etappen die es in Sich haben: insgesamt fast 160 km und etwa 10.000 Höhenmeter. Und ich mittendrin statt nur dabei.

Der erste Tag begrüßt mit Regen, aber die Temperaturen und die Tatsache, dass nicht all zu hoch oben gelaufen wird sorgen für gutes Laufwetter. Es macht einfach Spaß und ich denke nicht einmal daran mir eine Regenjacke überzuziehen. Tolle Laufbedingungen.

... 1. stage; rainy...

… 1. stage; rainy…

Dennoch lacht der frische Schnee von der Zugspitze. Optisch ein Traum. Finally 4:17.36,4 Std. und der 11. Rang Men.

...etwas schaut er raus aus den Wolken, der Schnee...

…etwas schaut er raus aus den Wolken, der Schnee…

Dies zwingt jedoch die Veranstalter dann auch am zweiten Tag statt über die Grünsteinscharte über die Alternativroute laufen zu lassen. Einerseits schade, andererseits bietet aber auch diese Route landschaftlich sehr viel und hat den positiven Nebeneffekt, dass alle eine Stunde länger schlafen dürfen und etwas weniger (Höhen-) Meter zu bewältigen sind. Ich bin kein Spätaufsteher, aber diese 7:00 Uhr Starts sind mühsam. Noch dazu ist das Wetter etwas freundlicher und erlaubt den einen oder anderen schönen Ausblick runter ins Tal oder eben auch auf die endlos scheinende Aneinanderreihung an Gipfelkreuzen bis auf 2203 m ü.A. um kurz darauf die mühsam gewonnenen Höhenmeter rasant wieder zu vernichten.

2nd stage: ...fast oben; nur fast ;-)

2nd stage: …fast oben; nur fast ;-)

Der finale Downhill hat es wieder in sich und Konzentration ist gefragt. In 4:40.15,6 Std. als 13. (Men) im Ziel.

Tag 3 beginnt gleich mit Regen und aufgrund der niedrigen Temperaturen um die 4°C im Gipfelbereich des Glanderspitz auf 2512 m Ü.A. zuzüglich einer kalten Brise wurde dann teilweise doch das Meiste der Pflichtausrüstung zum Einsatz gebracht. Hier ziehe ich dann doch vor (!) dem Gipfelbereich (gut wenn man weiß was auf einen zukommt) meine Windjacke an und ziehe die Handschuhkappen über die Finger. Trotzdem verliere ich das Gefühl in den Händen komplett und bin froh dass meine Stecken Schlaufen haben und ich sie somit nicht verliere. Nuria Picas, die zu diesem Zeitpunkt mit mir und einem Schweizer unterwegs ist, verflucht die Aneinanderreihung der Gipfel und fragt wann es nun endlich nach unten gehen würde. Nichtsdestotrotz eine geniale Stimmung da oben. Nicht ganz so viele Zuschauer bzw. Wanderer wie letztes Jahr, aber immerhin ein Fotograf am höchsten Punkt, dem die Kälte und der Wind anscheinend gar nichts ausmacht.

...trotz eingefrorener Finger: ein thumbs-up geht immer ;-)

…trotz eingefrorener Finger: ein thumbs-up geht immer ;-)

Irgendwann gehen dann aber auch diese Strecke wieder nach unten und die Temperaturen wieder nach oben. In 3:39.17,9 hrs darf ich als 15. einlaufen.

yeah! Wurzel-Downhill!

yeah! Wurzel-Downhill!

Die Königsetappe des letzten Tages mit gut 45 km und mehr als 2800 Höhenmeter im Aufstieg verlangte noch einmal alles von den Läufern ab. Allerdings war das Wetter gnädiger und es durfte bei perfekten Laufbedingungen dann sogar auf über 2500 m ü.A. durch Altschneefelder gepflügt werden. Die Ochsenscharte mit ihren 2787m als höchster Punkt des Rennes bleibt wohl vielen in eindrucksvoller Erinnerung.

 

...mehr Wasser als Schnee, loved it!

…mehr Wasser als Schnee, loved it!

Der Altschnee im besten Zersetzungsstadium war ein riesen Spaß; nur Dimitris als Grieche meinte er hasse dieses weiße Zeugs. Hinderte ihn aber nicht da wieder ganz locker drüber zu laufen. Danach hieß es noch einmal 1000 Höhenmeter zu vernichten und nach der A/CH-Grenze finale 8km ins Ziel leicht bergan hinter sich zu bringen. Ich wusste was auf mich zu kommt, und so hielt ich mich etwas beim Downhill zurück um hinein nach Samnaun noch laufen zu können. Samnaun begrüßte dann die auf 320 Teilnehmer geschrumpfte Lauftruppe angemessen mit Sonnenschein. In 5:55.58,6 erreiche ich an diesem Tag als 14. in der Kategorie Men das Ziel.

...finally im Ziel. Schon aus!? ;-D

…finally im Ziel. Schon aus!? ;-D

Und werde von einem reichlichen Buffet begrüßt! Wieder einmal eine tolle Veranstaltung und die Einsicht, dass ich für diese relativ kurzen Etappen zu Beginn einfach schneller laufen müsste; aber der Dieselmotor in mir braucht einfach immer etwas um warm zu werden. Anyway, es hat riesen Spaß gemacht; ich durfte viele altbekannte Gesichter wiedersehen und viele neue kennen lernen; und das in einer wunderschönen Landschaft. Can’t complain! Insgesamt wurden es dann 18:33.08,5 Std. und als 12. in der M und 13. insgesamt bin ich zufrieden mit mir und meiner Welt ;-)   …jetzt erst mal Massage…

Der Grieche Dimitris Theodorakakos erreichte das Ziel als Sieger in einer Gesamtzeit von gerade einmal 15:32 Std. vor dem Spanier Iker Karrera. Der dritte Platz ging an den jungen Allgäuer Mirco Berner. Bei den Damen triumphierte die Spanierin Nuria Picas in 18:31 Std. vor der Deutschen Tina Fischl und der Russin Zhanna Vokueva. Ich durfte mich mit einer Gesamtzeit von 18:33 Std. gleich hinter Nuria Picas als 13. einreihen. Somit war ich der erste der „gechicked“ wurde. D.h. ich wurde von einer Frau geschlagen. Dies ist aber nicht im Geringsten negativ zu sehen; denn einerseits ist in diesem Sport das Leistungspotenzial der Damen im Vergleich zu vielen anderen Sportarten erstaunlich ähnlich dem der Männer und andererseits von einer Nuria Picas um 2 Minuten geschlagen zu werden ist ja eigentlich schon eine Ehre ;-)

Nicht nur den ersten war der Spaß an der Sache anzusehen und trotz Regen, Kälte und Schnee passierten die meisten mit einem großen Lächeln die Ziellinie(n). So soll es sein. Trailrunning mit Gleichgesinnten. Und das Wetter kriegt uns nicht unter.

...beim Fachsimpeln ;-)

…beim Fachsimpeln ;-)

...what a smile! was an honor to run with you...  nur eines der vielen glücklichen Gesichter!!!

…what a smile! was an honor to run with you…
nur eines der vielen glücklichen Gesichter!!!

Danke an all die vielen vielen Helfer an der Strecke und drum herum, dass so ein Event reibungslos über die Bühne gehen kann. Danke vielmals an meine Crew mal wieder für die top Unterstützung vor, während und nach den Etappen. Und natürlich auch all meinen Sponsoren ohne die sowas nicht ganz so einfach möglich wäre. Beim nächsten Stage-Race gibt’s hoffentlich wieder etwas mehr Sonne, damit die Helfer und Begleiter so einen Event auch genießen können; nicht nur wir Läufer…

...life in the car! (gut das Bilder keinen Geruch verbreiten ;-D)

…life in the car! (gut das Bilder keinen Geruch verbreiten ;-D)

Oder falls sich das einrichten lässt: während dem Rumrennen bitte leichter Regen bei +19.5°C und davor sowie danach Sonnenschein und 20plus °C ;-)

…sicherlich nicht mein letztes Stage Race. TAR wir kommen!

 

Aja: was hatte ich so an (Pflicht-)Ausrüstung an/mit mir:

  • Sense Ultra 3 (weiß) bzw. den „alten“ (schwarz)
  • S-Lab Advanced Skin Hydro 5er Backpack inkl. 3 x 500ml flasks und soft cup
  • Bonatti WP Jacket Regenjacke und Hose
  • S-Lab Light Jacket (war ausreichend; musste die Bonatti gar nie auspacken)
  • S-Lab Exo Twinskin Short bzw. Sense Short (my new favorite!)
  • Exo Motion Zip Tee lang bzw. kurz und warm sleeves (Ärmlinge) bzw. Md Wt Long Sleeve Crew Neck (ein genialer baselayer!)
  • etwas Technik: meine Suunto Ambit und etwas tragbare Musik
  • das eine oder andere Buff (für einen Visor und meine Dust Brille war es leider etwas zu wenig sonnig ;-))
  • natürlich Erstehilfeset, Rettungsdecke, Pfeiferl, Handschuhe & Haube
  • iPhone und trailbook Kartenausschnitte der jeweiligen Strecken
  • meine Leki Micro Sticks
  • das eine oder andere Active Patch 4 U (mir hilft‘s!)
  • und ein ausgewogener Vorrat an PB Produkten: Energize Bars and Wafer; Power Gel Shots; Natural Energy Cereal; Powergel Hydro; Magnesium Liquid und Isomax für die flasks

my 100 mile PB

…finally I got it done ;-)

am letzten Wochenende ist es mir gelungen 100 Meilen unter 24 Stunden zu laufen. Letztes Jahr musste ich aufgeben, die 2 Jahre davor war ich immer knapp dran: 24:07 und 24:14 Std. (Da hatte es jeweils noch für den Sieg gereicht.) Heuer hat es funktioniert (was nicht heisst dass es problemlos war): in 22:41:25 konnte ich die Ziellinie überqueren. Es wurde zwar “nur” ein zweiter Platz (Rudi, bei der Leistung bin ich gerne der first looser!), aber ich bin einfach Super Happy darüber!

...die Hörndlwand runter... Danke Grip für das Foto und den mentalen Support!

…die Hörndlwand runter… Danke Grip für das Foto und den mentalen Support!

…ein ausführlicher Bericht alsbald…

 

#salomon4trails

1 Traillauf
2 Haxn (meine in dem Fall)
3 Länder (GER, AUT, CH)
4 Etappen
5 Orte (Garmisch-Partenkirchen, Ehrwald, Imst, Landeck, Samnaun)
6 mal nass geworden (oder doch öfters!?)
7 Riegel verdrückt
8 coole Fotos (sportograf.com)
9 mal pro Stunde übers ganze Gesicht grinsen müssen, weil es so schön war (egal was für ein Wetter!)
10 Finger am 3. Tag abgefroren (gut dass ich Schlaufen auf meinen Stöcken habe!)
11. Platz first Stage
12. Platz Men & Men Overall nach den 4 Tagen
13. Platz Total (proud to be chicked by Nuria Picas ;-))

160 km (in etwa)
10000 Höhenmeter (in etwa)
…und viele viele bekannte Gesichter wiedergesehen
sowie viele viele neue Menschen kennen lernen dürfen!
Ein toller Event! Ein riesen Danke an alle die fleißigen „Nichtläufer“ du uns Läufern sowas überhaupt erst ermöglichen. DANKE!

Simply awesome!
#salomon4trails

…ein detaillierter Bericht folgt alsbald; jetzt mal etwas Erholung (bzw. Arbeiten/Bürositzen) und auf die Chiemgauer 100 Meilen mental vorbereiten…

... 1. stage; rainy...

… 1st stage: a bit rainy…

finish 1. stage

finish 1st stage

...Aufstieg 2. Hügel 2nd stage...

…Aufstieg 2. Hügel 2nd stage…

2nd stage: ...fast oben; nur fast ;-)

2nd stage: …fast oben; nur fast ;-)

3rd stage: kalt war es; aber super Stimmung!!!

3rd stage: kalt war es; aber super Stimmung!!!

...trotz eingefrorener Finger: ein thumbs-up geht immer ;-)

…trotz eingefrorener Finger: ein thumbs-up geht immer ;-)

4th stage: Schnee!!

4th stage: Schnee!!

...finally im Ziel. Schon aus!? ;-D

…finally im Ziel. Schon aus!? ;-D

hier noch meine Zeiten:

12. Wagner Thomas             1979 A-Graz                     18:33.08,5 (4) M/12.

4:17.36,4   11. ¦ 4:40.15,6   13. ¦ 3:39.17,9   15. ¦ 5:55.58,6   14. ¦

und nachdem ich “gechicked” wurde auch noch die Zeiten von Nuria Picas. Proud to be chicked ;-)

1. Picas Nuria               1976 E-Berga                   18:31.12,2 (4) W/1.              4:24.26,5     2. ¦ 4:23.06,1     1. ¦ 3:44.31,9     1. ¦ 5:59.07,7     2. ¦

Auf Kurs

Nach Plan zu trainieren macht Sinn. Aber irgendwie blieb es bei mir meist nur bei dem Vorsatz und ich lief einfach nur zum Spaß. Viel; ab und zu vielleicht auch zu viel und meist im „Renntempo“, was bei 100 km bis 100 Meilen Rennen eher schnellem Wandern entspricht. Nachdem ich letztes Jahr bei den 4Trails und dem TAR Seppi Neuhauser kennen und schätzen lernen durfte; mir bewusst war, dass ich vielleicht einmal etwas nach Plan trainieren sollte und erfuhr, dass er auch Trainingspläne basierend auf der Lebensfeuer (HRV) Messung erstellt, war mein Interesse geweckt. Anfang des Jahres wurden gemeinsam konkrete Pläne geschmiedet und die erste Lebensfeuer-Messung gemacht. Allerdings wurde aufgrund eines unerwarteten gesundheitlichen Zwischenfall meinerseits die Saisonvorbereitung etwas unterbrochen. Durch ein persistierendes Foramen ovale (PFO; einem Loch im Herz) welches bis dato unentdeckt geblieben ist, erlitt ich Ende Jänner einen leichten Schlaganfall der mich eine Woche ans Krankenhausbett fesselte. Aber ich hatte Glück, es war „nur“ ein Kleinhirninfarkt links und die Auswirkungen beschränkten sich auf (fein-) motorische Einschränkungen meiner linken Körperhälfte. Gleich am Tag meiner Entlassung begann für mich das Training. Stabi- und Koordinationsübungen; Klettern und schön langsam nach Plan wieder zu laufen (anfänglich wohl eher humpeln). Anfang April dann noch einige Tage Krankenhaus um das Loch im Herz zu verschließen. 10 Tage später dann wieder „normales“ Training. Schön nach Plan; nur nichts übertreiben. Und vor allem die Regeneration und die Ruhephasen in den Zeiten des Nichtlaufens etwas besser zu nutzen. An meiner Atmung zu arbeiten und mir etwas mehr Schlaf zu gönnen. Mein Ziel war es bis zum Zugspitz Ultra Trail (ZUT) wieder fit zu sein. 100km und 5400hm. Teilweise war es hart und deprimierend, teilweise wollte ich mehr machen als nötig. Aber vor allem hieß es für mich nicht nur langsame (lange) Sachen zu machen, sondern auch etwas an meinem Tempo zu arbeiten (Intervalle, Fahrtspiele,…) und nicht auf die Kraftübungen (vor allem Rumpf / Core) zu vergessen. Interessante und lehrreiche Wochen! Und dann war er auch schon da, der ZUT: 13Std11Min und 18. Platz von gut 700 Startern und 453 Finishern. Es war nicht immer leicht und sicherlich nicht der perfekte Tag, aber es lief gut, hat Spaß gemacht und ich bin mehr als zufrieden nach so einem „Zwischenfall“ diese Leistung abrufen zu können. Nur eine Woche später wollte ich dann auch mein Tempo etwas testen und gemeinsam mit zwei meiner Salomon Teamkollegen (Lukas Sörgel und Stephan Tassani-Prell) liefen wir den Veitscher Grenzstaffellauf und erreichten den durchaus akzeptablen 2. Platz. Die Beine fühlten sich gut an und ich konnte Gas geben.

...im Teufelsteig... Foto by Andreas Bocek

…im Teufelsteig…
Foto by Andreas Bocek

Ein tolles Gefühl. Was will man mehr! Danke an Seppi für die Trainingspläne die sich so wie es aussieht sehr bewähren (bin schon gespannt wie es nächste Woche bei den Salomon 4Trails geht!?). Auch ein großer Dank an all meine Sponsoren für das Vertrauen und die Unterstützung sowie meiner Family und ganz besonders meiner „Crew“ ohne die das alles nicht so möglich wäre.

…An sich glauben, sich mit Dingen abfinden die man nicht ändern kann und Dinge die man ändern kann, nicht hinnehmen!

so long!

for the sake of completeness

Etwas sehr spät aber for the sake of completeness dann doch noch: was war 2013 so alles los und was steht für 2014 so am Programm!?

Der Reihe nach: 2013, a Rollercoaster ;-)

…ein auf und ab; ein Tief und Hoch; und Hoch und auf; und so.

Wenn man abergläubisch wäre, würde man es auf die Zahl 13 des Jahres zurück führen; aber ich kann nur sagen, es war meine erste Saison in der ich wirklich mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Nach einem nahezu perfekten Start beim Transgrancanaria (siehe Bericht) kam nach dem Wild Forest (eine tolle Idee) mein “Absturz” beim Transvulcania. Voll motiviert und fit und von der Euphorie dieses Rennens getragen, zerstörte ich mich ganz ordentlich (siehe Bericht). Auch wenn es blöd klingen mag, aber ich möchte diese Erfahrung nicht missen. Und bekanntlich lernt man ja viel mehr von seinen Misserfolgen als von seinen Erfolgen. Darauf folgte dann mein DNF (did not finish) beim ZUT. Bis km 50 war es ein echter Spaß (siehe Bericht), aber bei km 55 hab ich die Notbremse gezogen um bald darauf bei den 4Trails starten zu können. Ein bisschen hab ich ja gelernt. Man muss nicht um jeden Preis finishen. 4Trails: mein erstes „Stage“-Race. OK, mir fehlt etwas der Top-Speed der Läufer ganz vorne, aber die Veranstaltung war super und einfach die Tatsache mit Gleichgesinnten mehrere Tage durch die Berge zu laufen war einfach schön. Definitiv ein Hoch (siehe Bericht). Aber gleich darauf wieder ein Tief: Chiemgauer 100 Meilen. Mein Rennen. Aber wenn man zu viel will und schon verkrampft ins Rennen geht, ist das nicht gut. DNF nach „nicht einmal“ 100 km. Magenprobleme (siehe Bericht). Einerseits machtlos bei sowas; andererseits schon mit der Erwartung an sich selbst „beeinflussbar“. Aber zum 10-jährigen Jubiläum versuche ich es besser anzugehen. Glücklicherweise hatte ich danach eine „Auszeit“ und bin einfach nur zum Spaß mit Freunden im schönen Südfrankreich herumgerannt und geklettert. Kann ich nur jedem empfehlen (siehe Bericht). Ende August dann ab zum Transalpine Run (TAR). Team-Stage-Race! 8 Tage quer über die Alpen. Grandiose Gegend und Trails, ein genialer Partner und nun auch Freund (Danke Dir Denis!!!) und wieder die tolle Atmosphäre mit so vielen Leidensgenossen (ich find den Ausdruck blöd; es sind doch (Grenz-)Erfahrungs-, Eindrücke- und Momente-Sammler die ab- und zu schon mal leiden, aber doch die meiste Zeit ein breites Grinsen im Gesicht haben) zu teilen. …jeder der die Ausgabe Nov/Dez (6/2013) des Trail Magazins darüber gelesen hat, kann sich ein bisschen ein Bild davon machen. Ein bisschen. Ein Hoch! Die Woche darauf dann noch ein wirklich technischer und wunderschöner Trail: Sardona Ultra. Was soll ich sagen, ein weiteres Hoch nach dem TAR trotz einem blutigen Knie und Steine darin die ich fast 14 Stunden mit mir rumgeschleppt habe. So sollen Trail Ultras sein (davon durfte ich kurz im Trail Magazin Ausgabe Nov/Dez (6/2013) berichten). Und als Draufgabe noch den Schneebergtrail (siehe Bericht). Es muss nicht immer die Ultra Distanz sein, solange die Wegerl passen…

Somit eine sehr abwechslungsreiche Saison mit guten und schlechten Plazierungen, DNFs und Verletzungen; aber primär tollen Eindrücken, neuen Freunden, Erlebnissen und Momente die ich nie wieder vergessen werde und die mir keiner mehr nehmen kann. Apropos Erlebnisse: nach dem Schneebergtrail hab ich mich mit der weltbesten Crew in Richtung Neuseeland verabschiedet und die Saison ausklingen lassen. Frei nach dem Motto „Collecting Moments NOT Goods“. Ein Abstecher in die USA hat es mir erlaubt etwas dort herum zu laufen. Zion, Big Sur, Bishop,… Sogar ein Rim2Rim2Rim (Grand Canyon double crossing) ging sich noch aus. Ok, meine Zeit war nicht mal annähernd die von Rob Krar, aber einfach nur schön (anstrengend!). Kein Kindergeburtstag, definitiv empfehlenswert.

IMG_4804Neuseeland selbst dann viel gewandert und etwas gelaufen (Teile des Tarawera Ultras, Tongario Crossing, u.v.a.m.). Aber nicht trainiert. Es war Zeit für eine Pause, etwas surfen, viel Flat White (~ Cappuccino) trinken sowie Land und Leute kennen lernen. Schön war’s! Muss man mal gesehen haben. Ein, zwei Eindrücke:

DSC_2472DSC_2502

DSC_2584 DSC_2802DSC_3025DSC_3131 DSC_3142 DSC_3309DSC_3474 DSC_3527 DSC_3811DSC_3841 DSC_3870 DSC_3921 DSC_4006 DSC_4070 DSC_4087IMG_5052 IMG_5061 IMG_5231 Aber es war viel zu schnell vorüber und wir wurden Ende des Jahres wieder im kalten, dunklen Österreich erwartet. Wieder etwas arbeiten und Geld verdienen ;-)

Das bringt mich auch „schon“ zu 2014. „Wieder beginnen“ zu trainieren. Hm? Was!? Jeder der mich etwas besser kennt weiß, dass ich eben kein Trainierer bin, sondern einfach nur gerne laufe. Aber diese Saison 2013 hat mir etwas die Scheuklappen von den Augen gerissen und aufgezeigt, dass das nicht immer reicht. Somit mein Jahresvorsatz 2014: Nach Plan trainieren. Zumindest etwas strukturierter als bis jetzt. Was das für mich im Konkreten bedeutet wird sich in den ersten Monaten heraus kristallisieren; aber eines steht fest: bisschen mehr Grundspeed kann mir nicht schaden… (vor allem nicht wenn man sich beim TAR mit keinem Geringeren als Trailflow angemeldet hat! Ich werde mein Bestes geben!). Nichtsdestotrotz liegt der Fokus 2014 vor allem darauf gesund zu bleiben und auf meinen Körper zu hören, ihm ab und zu eine Pause gönnen und auch mal Nein zu sagen. Deshalb auch leider gleich mein DNS (did not start) bei der Brocken Challenge. Sehr schade, finde die Idee der Veranstaltung einfach super und wäre da sehr gerne dabei gewesen. Ein Grundstein um motiviert zu sein und positiv an die Sache heran gehen zu können, ist einfach die Gesundheit und der Spaß am Laufen bzw. sich Bewegen. Passt das, steht einer schönen und spannenden Saison 2014 nichts im Wege. Aufgrund des begrenzten (normalen) Urlaubs heuer (verdammt, 5 Wochen sind zuwenig :-) ) beginnt die Saison für mich auch später als letztes Jahr. Schadet ja nicht: Noch den einen oder anderen Trainingskilometer und –Höhenmeter sammeln bis ich dann wieder den ZUT angehe. Freu mich schon riesig drauf!

Danke an Salomon Deutschland für ein tolles 2013 und auch für das Vertrauen 2014 es noch besser machen zu können! Danke, dass ich auch heuer wieder als Teil des Salomon Trailrunning Team Deutschland an den Start gehen darf. Danke auch vielmals an meine anderen Unterstützer: Danke Innovit, Danke Alpenheat und auch GU Energy Deutschland für die tolle Unterstützung 2013 und auch wieder 2014. Danke!!! Einfach spitze!

tomFalkensteinPic team2014Meine vorläufige Rennplanung findet sich unter Rennen und Resultate.

Hoffe ich sehe viele alte und neue Gesichter auf den Wegerl (Trails) dieser Welt alsbald mal wieder! So long und bis bald!

2013: was war da alles los! / 2014: wo geht die Reise hin?

…nach einem sehr abwechslungs- und lehrreichen 2013 kommt auch schon gleich 2014.

Rückblick 2013 und Ausblick 2014 alsbald/ASAP.

…sorry, immer noch in Arbeit :-)

nur gleich mal soviel: all meine Sponsoren sind mir auch heuer wieder erhalten geblieben und ich freue mich riesig mit dieser tollen Unterstützung 2014 in Angriff zu nehmen… DANKE EUCH!!!