a 100Miler in 4 days…

…etwas verspätet aber doch noch: mein Bericht zu den Salomon 4Trails. Der Bericht zum Chiemgauer 100 Meilen dann alsbald… Hat mir mal wieder in Erinnerung gerufen, dass es nicht unbedingt einfacher ist wenn so eine Distanz auf 4 Tage verteilt ist statt “einfach” nur non-stop ;-)

...am Start in Garmisch: etwas Regen, guter Dinge!

…am Start in Garmisch: etwas Regen, guter Dinge!

Die Salomon 4-Trails finden heuer zum 4. Mal statt. Für mich sind es die 2. „Spiele“. Wurde letztes Jahr gegen die Hitze angekämpft, so sind es diesmal Regen und teilweise auch die Kälte und etwas Schnee die es zu meistern gibt. Im Nachhinein muss ich gestehen ist mir so ein Wetter viel lieber als die Hitze. Vom 9. – 12. Juli ging es für die 460 Teilnehmer aus 28 Nationen von Garmisch-Partenkirchen (GER) über Ehrwald (AUT) und Imst (AUT) nach Landeck (AUT) um schlussendlich wenn alles gut ging in Samnaun in der Schweiz zu landen. 4 Etappen die es in Sich haben: insgesamt fast 160 km und etwa 10.000 Höhenmeter. Und ich mittendrin statt nur dabei.

Der erste Tag begrüßt mit Regen, aber die Temperaturen und die Tatsache, dass nicht all zu hoch oben gelaufen wird sorgen für gutes Laufwetter. Es macht einfach Spaß und ich denke nicht einmal daran mir eine Regenjacke überzuziehen. Tolle Laufbedingungen.

... 1. stage; rainy...

… 1. stage; rainy…

Dennoch lacht der frische Schnee von der Zugspitze. Optisch ein Traum. Finally 4:17.36,4 Std. und der 11. Rang Men.

...etwas schaut er raus aus den Wolken, der Schnee...

…etwas schaut er raus aus den Wolken, der Schnee…

Dies zwingt jedoch die Veranstalter dann auch am zweiten Tag statt über die Grünsteinscharte über die Alternativroute laufen zu lassen. Einerseits schade, andererseits bietet aber auch diese Route landschaftlich sehr viel und hat den positiven Nebeneffekt, dass alle eine Stunde länger schlafen dürfen und etwas weniger (Höhen-) Meter zu bewältigen sind. Ich bin kein Spätaufsteher, aber diese 7:00 Uhr Starts sind mühsam. Noch dazu ist das Wetter etwas freundlicher und erlaubt den einen oder anderen schönen Ausblick runter ins Tal oder eben auch auf die endlos scheinende Aneinanderreihung an Gipfelkreuzen bis auf 2203 m ü.A. um kurz darauf die mühsam gewonnenen Höhenmeter rasant wieder zu vernichten.

2nd stage: ...fast oben; nur fast ;-)

2nd stage: …fast oben; nur fast ;-)

Der finale Downhill hat es wieder in sich und Konzentration ist gefragt. In 4:40.15,6 Std. als 13. (Men) im Ziel.

Tag 3 beginnt gleich mit Regen und aufgrund der niedrigen Temperaturen um die 4°C im Gipfelbereich des Glanderspitz auf 2512 m Ü.A. zuzüglich einer kalten Brise wurde dann teilweise doch das Meiste der Pflichtausrüstung zum Einsatz gebracht. Hier ziehe ich dann doch vor (!) dem Gipfelbereich (gut wenn man weiß was auf einen zukommt) meine Windjacke an und ziehe die Handschuhkappen über die Finger. Trotzdem verliere ich das Gefühl in den Händen komplett und bin froh dass meine Stecken Schlaufen haben und ich sie somit nicht verliere. Nuria Picas, die zu diesem Zeitpunkt mit mir und einem Schweizer unterwegs ist, verflucht die Aneinanderreihung der Gipfel und fragt wann es nun endlich nach unten gehen würde. Nichtsdestotrotz eine geniale Stimmung da oben. Nicht ganz so viele Zuschauer bzw. Wanderer wie letztes Jahr, aber immerhin ein Fotograf am höchsten Punkt, dem die Kälte und der Wind anscheinend gar nichts ausmacht.

...trotz eingefrorener Finger: ein thumbs-up geht immer ;-)

…trotz eingefrorener Finger: ein thumbs-up geht immer ;-)

Irgendwann gehen dann aber auch diese Strecke wieder nach unten und die Temperaturen wieder nach oben. In 3:39.17,9 hrs darf ich als 15. einlaufen.

yeah! Wurzel-Downhill!

yeah! Wurzel-Downhill!

Die Königsetappe des letzten Tages mit gut 45 km und mehr als 2800 Höhenmeter im Aufstieg verlangte noch einmal alles von den Läufern ab. Allerdings war das Wetter gnädiger und es durfte bei perfekten Laufbedingungen dann sogar auf über 2500 m ü.A. durch Altschneefelder gepflügt werden. Die Ochsenscharte mit ihren 2787m als höchster Punkt des Rennes bleibt wohl vielen in eindrucksvoller Erinnerung.

 

...mehr Wasser als Schnee, loved it!

…mehr Wasser als Schnee, loved it!

Der Altschnee im besten Zersetzungsstadium war ein riesen Spaß; nur Dimitris als Grieche meinte er hasse dieses weiße Zeugs. Hinderte ihn aber nicht da wieder ganz locker drüber zu laufen. Danach hieß es noch einmal 1000 Höhenmeter zu vernichten und nach der A/CH-Grenze finale 8km ins Ziel leicht bergan hinter sich zu bringen. Ich wusste was auf mich zu kommt, und so hielt ich mich etwas beim Downhill zurück um hinein nach Samnaun noch laufen zu können. Samnaun begrüßte dann die auf 320 Teilnehmer geschrumpfte Lauftruppe angemessen mit Sonnenschein. In 5:55.58,6 erreiche ich an diesem Tag als 14. in der Kategorie Men das Ziel.

...finally im Ziel. Schon aus!? ;-D

…finally im Ziel. Schon aus!? ;-D

Und werde von einem reichlichen Buffet begrüßt! Wieder einmal eine tolle Veranstaltung und die Einsicht, dass ich für diese relativ kurzen Etappen zu Beginn einfach schneller laufen müsste; aber der Dieselmotor in mir braucht einfach immer etwas um warm zu werden. Anyway, es hat riesen Spaß gemacht; ich durfte viele altbekannte Gesichter wiedersehen und viele neue kennen lernen; und das in einer wunderschönen Landschaft. Can’t complain! Insgesamt wurden es dann 18:33.08,5 Std. und als 12. in der M und 13. insgesamt bin ich zufrieden mit mir und meiner Welt ;-)   …jetzt erst mal Massage…

Der Grieche Dimitris Theodorakakos erreichte das Ziel als Sieger in einer Gesamtzeit von gerade einmal 15:32 Std. vor dem Spanier Iker Karrera. Der dritte Platz ging an den jungen Allgäuer Mirco Berner. Bei den Damen triumphierte die Spanierin Nuria Picas in 18:31 Std. vor der Deutschen Tina Fischl und der Russin Zhanna Vokueva. Ich durfte mich mit einer Gesamtzeit von 18:33 Std. gleich hinter Nuria Picas als 13. einreihen. Somit war ich der erste der „gechicked“ wurde. D.h. ich wurde von einer Frau geschlagen. Dies ist aber nicht im Geringsten negativ zu sehen; denn einerseits ist in diesem Sport das Leistungspotenzial der Damen im Vergleich zu vielen anderen Sportarten erstaunlich ähnlich dem der Männer und andererseits von einer Nuria Picas um 2 Minuten geschlagen zu werden ist ja eigentlich schon eine Ehre ;-)

Nicht nur den ersten war der Spaß an der Sache anzusehen und trotz Regen, Kälte und Schnee passierten die meisten mit einem großen Lächeln die Ziellinie(n). So soll es sein. Trailrunning mit Gleichgesinnten. Und das Wetter kriegt uns nicht unter.

...beim Fachsimpeln ;-)

…beim Fachsimpeln ;-)

...what a smile! was an honor to run with you...  nur eines der vielen glücklichen Gesichter!!!

…what a smile! was an honor to run with you…
nur eines der vielen glücklichen Gesichter!!!

Danke an all die vielen vielen Helfer an der Strecke und drum herum, dass so ein Event reibungslos über die Bühne gehen kann. Danke vielmals an meine Crew mal wieder für die top Unterstützung vor, während und nach den Etappen. Und natürlich auch all meinen Sponsoren ohne die sowas nicht ganz so einfach möglich wäre. Beim nächsten Stage-Race gibt’s hoffentlich wieder etwas mehr Sonne, damit die Helfer und Begleiter so einen Event auch genießen können; nicht nur wir Läufer…

...life in the car! (gut das Bilder keinen Geruch verbreiten ;-D)

…life in the car! (gut das Bilder keinen Geruch verbreiten ;-D)

Oder falls sich das einrichten lässt: während dem Rumrennen bitte leichter Regen bei +19.5°C und davor sowie danach Sonnenschein und 20plus °C ;-)

…sicherlich nicht mein letztes Stage Race. TAR wir kommen!

 

Aja: was hatte ich so an (Pflicht-)Ausrüstung an/mit mir:

  • Sense Ultra 3 (weiß) bzw. den „alten“ (schwarz)
  • S-Lab Advanced Skin Hydro 5er Backpack inkl. 3 x 500ml flasks und soft cup
  • Bonatti WP Jacket Regenjacke und Hose
  • S-Lab Light Jacket (war ausreichend; musste die Bonatti gar nie auspacken)
  • S-Lab Exo Twinskin Short bzw. Sense Short (my new favorite!)
  • Exo Motion Zip Tee lang bzw. kurz und warm sleeves (Ärmlinge) bzw. Md Wt Long Sleeve Crew Neck (ein genialer baselayer!)
  • etwas Technik: meine Suunto Ambit und etwas tragbare Musik
  • das eine oder andere Buff (für einen Visor und meine Dust Brille war es leider etwas zu wenig sonnig ;-))
  • natürlich Erstehilfeset, Rettungsdecke, Pfeiferl, Handschuhe & Haube
  • iPhone und trailbook Kartenausschnitte der jeweiligen Strecken
  • meine Leki Micro Sticks
  • das eine oder andere Active Patch 4 U (mir hilft‘s!)
  • und ein ausgewogener Vorrat an PB Produkten: Energize Bars and Wafer; Power Gel Shots; Natural Energy Cereal; Powergel Hydro; Magnesium Liquid und Isomax für die flasks

my 100 mile PB

…finally I got it done ;-)

am letzten Wochenende ist es mir gelungen 100 Meilen unter 24 Stunden zu laufen. Letztes Jahr musste ich aufgeben, die 2 Jahre davor war ich immer knapp dran: 24:07 und 24:14 Std. (Da hatte es jeweils noch für den Sieg gereicht.) Heuer hat es funktioniert (was nicht heisst dass es problemlos war): in 22:41:25 konnte ich die Ziellinie überqueren. Es wurde zwar “nur” ein zweiter Platz (Rudi, bei der Leistung bin ich gerne der first looser!), aber ich bin einfach Super Happy darüber!

...die Hörndlwand runter... Danke Grip für das Foto und den mentalen Support!

…die Hörndlwand runter… Danke Grip für das Foto und den mentalen Support!

…ein ausführlicher Bericht alsbald…

 

#salomon4trails

1 Traillauf
2 Haxn (meine in dem Fall)
3 Länder (GER, AUT, CH)
4 Etappen
5 Orte (Garmisch-Partenkirchen, Ehrwald, Imst, Landeck, Samnaun)
6 mal nass geworden (oder doch öfters!?)
7 Riegel verdrückt
8 coole Fotos (sportograf.com)
9 mal pro Stunde übers ganze Gesicht grinsen müssen, weil es so schön war (egal was für ein Wetter!)
10 Finger am 3. Tag abgefroren (gut dass ich Schlaufen auf meinen Stöcken habe!)
11. Platz first Stage
12. Platz Men & Men Overall nach den 4 Tagen
13. Platz Total (proud to be chicked by Nuria Picas ;-))

160 km (in etwa)
10000 Höhenmeter (in etwa)
…und viele viele bekannte Gesichter wiedergesehen
sowie viele viele neue Menschen kennen lernen dürfen!
Ein toller Event! Ein riesen Danke an alle die fleißigen „Nichtläufer“ du uns Läufern sowas überhaupt erst ermöglichen. DANKE!

Simply awesome!
#salomon4trails

…ein detaillierter Bericht folgt alsbald; jetzt mal etwas Erholung (bzw. Arbeiten/Bürositzen) und auf die Chiemgauer 100 Meilen mental vorbereiten…

... 1. stage; rainy...

… 1st stage: a bit rainy…

finish 1. stage

finish 1st stage

...Aufstieg 2. Hügel 2nd stage...

…Aufstieg 2. Hügel 2nd stage…

2nd stage: ...fast oben; nur fast ;-)

2nd stage: …fast oben; nur fast ;-)

3rd stage: kalt war es; aber super Stimmung!!!

3rd stage: kalt war es; aber super Stimmung!!!

...trotz eingefrorener Finger: ein thumbs-up geht immer ;-)

…trotz eingefrorener Finger: ein thumbs-up geht immer ;-)

4th stage: Schnee!!

4th stage: Schnee!!

...finally im Ziel. Schon aus!? ;-D

…finally im Ziel. Schon aus!? ;-D

hier noch meine Zeiten:

12. Wagner Thomas             1979 A-Graz                     18:33.08,5 (4) M/12.

4:17.36,4   11. ¦ 4:40.15,6   13. ¦ 3:39.17,9   15. ¦ 5:55.58,6   14. ¦

und nachdem ich “gechicked” wurde auch noch die Zeiten von Nuria Picas. Proud to be chicked ;-)

1. Picas Nuria               1976 E-Berga                   18:31.12,2 (4) W/1.              4:24.26,5     2. ¦ 4:23.06,1     1. ¦ 3:44.31,9     1. ¦ 5:59.07,7     2. ¦

Auf Kurs

Nach Plan zu trainieren macht Sinn. Aber irgendwie blieb es bei mir meist nur bei dem Vorsatz und ich lief einfach nur zum Spaß. Viel; ab und zu vielleicht auch zu viel und meist im „Renntempo“, was bei 100 km bis 100 Meilen Rennen eher schnellem Wandern entspricht. Nachdem ich letztes Jahr bei den 4Trails und dem TAR Seppi Neuhauser kennen und schätzen lernen durfte; mir bewusst war, dass ich vielleicht einmal etwas nach Plan trainieren sollte und erfuhr, dass er auch Trainingspläne basierend auf der Lebensfeuer (HRV) Messung erstellt, war mein Interesse geweckt. Anfang des Jahres wurden gemeinsam konkrete Pläne geschmiedet und die erste Lebensfeuer-Messung gemacht. Allerdings wurde aufgrund eines unerwarteten gesundheitlichen Zwischenfall meinerseits die Saisonvorbereitung etwas unterbrochen. Durch ein persistierendes Foramen ovale (PFO; einem Loch im Herz) welches bis dato unentdeckt geblieben ist, erlitt ich Ende Jänner einen leichten Schlaganfall der mich eine Woche ans Krankenhausbett fesselte. Aber ich hatte Glück, es war „nur“ ein Kleinhirninfarkt links und die Auswirkungen beschränkten sich auf (fein-) motorische Einschränkungen meiner linken Körperhälfte. Gleich am Tag meiner Entlassung begann für mich das Training. Stabi- und Koordinationsübungen; Klettern und schön langsam nach Plan wieder zu laufen (anfänglich wohl eher humpeln). Anfang April dann noch einige Tage Krankenhaus um das Loch im Herz zu verschließen. 10 Tage später dann wieder „normales“ Training. Schön nach Plan; nur nichts übertreiben. Und vor allem die Regeneration und die Ruhephasen in den Zeiten des Nichtlaufens etwas besser zu nutzen. An meiner Atmung zu arbeiten und mir etwas mehr Schlaf zu gönnen. Mein Ziel war es bis zum Zugspitz Ultra Trail (ZUT) wieder fit zu sein. 100km und 5400hm. Teilweise war es hart und deprimierend, teilweise wollte ich mehr machen als nötig. Aber vor allem hieß es für mich nicht nur langsame (lange) Sachen zu machen, sondern auch etwas an meinem Tempo zu arbeiten (Intervalle, Fahrtspiele,…) und nicht auf die Kraftübungen (vor allem Rumpf / Core) zu vergessen. Interessante und lehrreiche Wochen! Und dann war er auch schon da, der ZUT: 13Std11Min und 18. Platz von gut 700 Startern und 453 Finishern. Es war nicht immer leicht und sicherlich nicht der perfekte Tag, aber es lief gut, hat Spaß gemacht und ich bin mehr als zufrieden nach so einem „Zwischenfall“ diese Leistung abrufen zu können. Nur eine Woche später wollte ich dann auch mein Tempo etwas testen und gemeinsam mit zwei meiner Salomon Teamkollegen (Lukas Sörgel und Stephan Tassani-Prell) liefen wir den Veitscher Grenzstaffellauf und erreichten den durchaus akzeptablen 2. Platz. Die Beine fühlten sich gut an und ich konnte Gas geben.

...im Teufelsteig... Foto by Andreas Bocek

…im Teufelsteig…
Foto by Andreas Bocek

Ein tolles Gefühl. Was will man mehr! Danke an Seppi für die Trainingspläne die sich so wie es aussieht sehr bewähren (bin schon gespannt wie es nächste Woche bei den Salomon 4Trails geht!?). Auch ein großer Dank an all meine Sponsoren für das Vertrauen und die Unterstützung sowie meiner Family und ganz besonders meiner „Crew“ ohne die das alles nicht so möglich wäre.

…An sich glauben, sich mit Dingen abfinden die man nicht ändern kann und Dinge die man ändern kann, nicht hinnehmen!

so long!

for the sake of completeness

Etwas sehr spät aber for the sake of completeness dann doch noch: was war 2013 so alles los und was steht für 2014 so am Programm!?

Der Reihe nach: 2013, a Rollercoaster ;-)

…ein auf und ab; ein Tief und Hoch; und Hoch und auf; und so.

Wenn man abergläubisch wäre, würde man es auf die Zahl 13 des Jahres zurück führen; aber ich kann nur sagen, es war meine erste Saison in der ich wirklich mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Nach einem nahezu perfekten Start beim Transgrancanaria (siehe Bericht) kam nach dem Wild Forest (eine tolle Idee) mein “Absturz” beim Transvulcania. Voll motiviert und fit und von der Euphorie dieses Rennens getragen, zerstörte ich mich ganz ordentlich (siehe Bericht). Auch wenn es blöd klingen mag, aber ich möchte diese Erfahrung nicht missen. Und bekanntlich lernt man ja viel mehr von seinen Misserfolgen als von seinen Erfolgen. Darauf folgte dann mein DNF (did not finish) beim ZUT. Bis km 50 war es ein echter Spaß (siehe Bericht), aber bei km 55 hab ich die Notbremse gezogen um bald darauf bei den 4Trails starten zu können. Ein bisschen hab ich ja gelernt. Man muss nicht um jeden Preis finishen. 4Trails: mein erstes „Stage“-Race. OK, mir fehlt etwas der Top-Speed der Läufer ganz vorne, aber die Veranstaltung war super und einfach die Tatsache mit Gleichgesinnten mehrere Tage durch die Berge zu laufen war einfach schön. Definitiv ein Hoch (siehe Bericht). Aber gleich darauf wieder ein Tief: Chiemgauer 100 Meilen. Mein Rennen. Aber wenn man zu viel will und schon verkrampft ins Rennen geht, ist das nicht gut. DNF nach „nicht einmal“ 100 km. Magenprobleme (siehe Bericht). Einerseits machtlos bei sowas; andererseits schon mit der Erwartung an sich selbst „beeinflussbar“. Aber zum 10-jährigen Jubiläum versuche ich es besser anzugehen. Glücklicherweise hatte ich danach eine „Auszeit“ und bin einfach nur zum Spaß mit Freunden im schönen Südfrankreich herumgerannt und geklettert. Kann ich nur jedem empfehlen (siehe Bericht). Ende August dann ab zum Transalpine Run (TAR). Team-Stage-Race! 8 Tage quer über die Alpen. Grandiose Gegend und Trails, ein genialer Partner und nun auch Freund (Danke Dir Denis!!!) und wieder die tolle Atmosphäre mit so vielen Leidensgenossen (ich find den Ausdruck blöd; es sind doch (Grenz-)Erfahrungs-, Eindrücke- und Momente-Sammler die ab- und zu schon mal leiden, aber doch die meiste Zeit ein breites Grinsen im Gesicht haben) zu teilen. …jeder der die Ausgabe Nov/Dez (6/2013) des Trail Magazins darüber gelesen hat, kann sich ein bisschen ein Bild davon machen. Ein bisschen. Ein Hoch! Die Woche darauf dann noch ein wirklich technischer und wunderschöner Trail: Sardona Ultra. Was soll ich sagen, ein weiteres Hoch nach dem TAR trotz einem blutigen Knie und Steine darin die ich fast 14 Stunden mit mir rumgeschleppt habe. So sollen Trail Ultras sein (davon durfte ich kurz im Trail Magazin Ausgabe Nov/Dez (6/2013) berichten). Und als Draufgabe noch den Schneebergtrail (siehe Bericht). Es muss nicht immer die Ultra Distanz sein, solange die Wegerl passen…

Somit eine sehr abwechslungsreiche Saison mit guten und schlechten Plazierungen, DNFs und Verletzungen; aber primär tollen Eindrücken, neuen Freunden, Erlebnissen und Momente die ich nie wieder vergessen werde und die mir keiner mehr nehmen kann. Apropos Erlebnisse: nach dem Schneebergtrail hab ich mich mit der weltbesten Crew in Richtung Neuseeland verabschiedet und die Saison ausklingen lassen. Frei nach dem Motto „Collecting Moments NOT Goods“. Ein Abstecher in die USA hat es mir erlaubt etwas dort herum zu laufen. Zion, Big Sur, Bishop,… Sogar ein Rim2Rim2Rim (Grand Canyon double crossing) ging sich noch aus. Ok, meine Zeit war nicht mal annähernd die von Rob Krar, aber einfach nur schön (anstrengend!). Kein Kindergeburtstag, definitiv empfehlenswert.

IMG_4804Neuseeland selbst dann viel gewandert und etwas gelaufen (Teile des Tarawera Ultras, Tongario Crossing, u.v.a.m.). Aber nicht trainiert. Es war Zeit für eine Pause, etwas surfen, viel Flat White (~ Cappuccino) trinken sowie Land und Leute kennen lernen. Schön war’s! Muss man mal gesehen haben. Ein, zwei Eindrücke:

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DSC_2584 DSC_2802DSC_3025DSC_3131 DSC_3142 DSC_3309DSC_3474 DSC_3527 DSC_3811DSC_3841 DSC_3870 DSC_3921 DSC_4006 DSC_4070 DSC_4087IMG_5052 IMG_5061 IMG_5231 Aber es war viel zu schnell vorüber und wir wurden Ende des Jahres wieder im kalten, dunklen Österreich erwartet. Wieder etwas arbeiten und Geld verdienen ;-)

Das bringt mich auch „schon“ zu 2014. „Wieder beginnen“ zu trainieren. Hm? Was!? Jeder der mich etwas besser kennt weiß, dass ich eben kein Trainierer bin, sondern einfach nur gerne laufe. Aber diese Saison 2013 hat mir etwas die Scheuklappen von den Augen gerissen und aufgezeigt, dass das nicht immer reicht. Somit mein Jahresvorsatz 2014: Nach Plan trainieren. Zumindest etwas strukturierter als bis jetzt. Was das für mich im Konkreten bedeutet wird sich in den ersten Monaten heraus kristallisieren; aber eines steht fest: bisschen mehr Grundspeed kann mir nicht schaden… (vor allem nicht wenn man sich beim TAR mit keinem Geringeren als Trailflow angemeldet hat! Ich werde mein Bestes geben!). Nichtsdestotrotz liegt der Fokus 2014 vor allem darauf gesund zu bleiben und auf meinen Körper zu hören, ihm ab und zu eine Pause gönnen und auch mal Nein zu sagen. Deshalb auch leider gleich mein DNS (did not start) bei der Brocken Challenge. Sehr schade, finde die Idee der Veranstaltung einfach super und wäre da sehr gerne dabei gewesen. Ein Grundstein um motiviert zu sein und positiv an die Sache heran gehen zu können, ist einfach die Gesundheit und der Spaß am Laufen bzw. sich Bewegen. Passt das, steht einer schönen und spannenden Saison 2014 nichts im Wege. Aufgrund des begrenzten (normalen) Urlaubs heuer (verdammt, 5 Wochen sind zuwenig :-) ) beginnt die Saison für mich auch später als letztes Jahr. Schadet ja nicht: Noch den einen oder anderen Trainingskilometer und –Höhenmeter sammeln bis ich dann wieder den ZUT angehe. Freu mich schon riesig drauf!

Danke an Salomon Deutschland für ein tolles 2013 und auch für das Vertrauen 2014 es noch besser machen zu können! Danke, dass ich auch heuer wieder als Teil des Salomon Trailrunning Team Deutschland an den Start gehen darf. Danke auch vielmals an meine anderen Unterstützer: Danke Innovit, Danke Alpenheat und auch GU Energy Deutschland für die tolle Unterstützung 2013 und auch wieder 2014. Danke!!! Einfach spitze!

tomFalkensteinPic team2014Meine vorläufige Rennplanung findet sich unter Rennen und Resultate.

Hoffe ich sehe viele alte und neue Gesichter auf den Wegerl (Trails) dieser Welt alsbald mal wieder! So long und bis bald!

2013: was war da alles los! / 2014: wo geht die Reise hin?

…nach einem sehr abwechslungs- und lehrreichen 2013 kommt auch schon gleich 2014.

Rückblick 2013 und Ausblick 2014 alsbald/ASAP.

…sorry, immer noch in Arbeit :-)

nur gleich mal soviel: all meine Sponsoren sind mir auch heuer wieder erhalten geblieben und ich freue mich riesig mit dieser tollen Unterstützung 2014 in Angriff zu nehmen… DANKE EUCH!!!

Schneeberg Trail 2013

oder

in der Kürze liegt die Würze!

der Hochschneeberg (2076 m) im Nebel versteckt…

“nur” 32km und 2400 positive Höhenmeter; aber knackig! …von Puchberg auf größteneils Singletrails(!) hinauf auf den höchsten Berg Niederösterreichs, den Schneeberg geht eine tolle Strecke die heuer etwas abgeändert vom letzen Jahr verläuft. D.h. etwas mehr Höhenmeter und Meter. 3 Wochen nach dem Transalpine Run und 2 Wochen nach dem Sardona Ultra kann ich es einfach nicht lassen mir das “anzutun”…

Um 3:57 ist Tagwache und um 4:30 geht’s los zum Start. Startnummer (630) holen und etwas warmlaufen (ok, eigentlich hab ich nur meine Trinkflasche beim Auto vergessen). 7:30 Startschuss und im Vergleich zum letzen Jahr geht es etwas gemütlicher los.

…da verstecke ich mich noch irgendwo rechts hinten…

Von Anfang an kann ich fast vorne mitlaufen. Platz 8 herum. Und schön langsam kann ich mich vorarbeiten. Es ist alles recht nass/feucht und die Downhills (insgesamt dann laut Ambit doch 1260 negative Höhenmeter; nicht so wenig dafür, dass das Ziel oben am Berg ist!) sind technisch anspruchsvoll. Wurzel- und Steinpassagen verlangen Konzentration. Gerade als ich mit Florian Grasel (heuer den UTMB® nach 26:37:18 Stunden auf Position 37 beendet!) beim Runterschlittern bin, rutsche zuerst ich aus, und dann wickelt es Florian um einen Baum. Beiden ist nix passiert. Weiter. Mein Knie vom Sturz beim Sardona Ultra vor 2 Wochen ist zwar wieder aufgegangen und etwas blutig, stört aber gar nicht. Bei der 2. Labestation (von insgesamt 3) bin ich dann dritter. Cool. Aber bei dem vielen Nebel ist es schwer zu sagen wie weit die anderen hinter und vor einem sind. Ab dort dann die neue Streckenführung. Zuerst auf Forststrassen bergauf. Zach, aber aufgrund der kurzzeitig aus dem Nebel erscheinenden Sonne eine tolle Stimmung. Dann fast diretissima rauf auf den höchsten Punkt über 2000 m. Da oben ist es nebelig und kalt. Meine Finger sind recht klamm und ich habe Mühe mir mein GU reinzudrücken. Salziges Karamell. Dann auf einmal taucht einer hinter mir aus dem Nebel auf. Verdammt. Aber oben angekommen hab ich noch gute 10 Meter Vorsprung. Ich beisse nochmals die Zähne zusammen und beim Downhill runter ins Ziel bei der Schneebergbahn kann ich den 3. Platz verteidigen. Sogar ein Zielsprint mit einem der Bergläufer des “kürzeren” 10 km Laufs geht sich aus. Nach 3:36:00 geht’s über die Ziellinie. “Nur” etwas mehr als 7 Minuten hinter dem 1., Michael Kabicher. Zufrieden ;-)

die letzen Meter vor dem Ziel…

Und dann gleich ein Alkoholfreies. Sehr fein!

Handshakes und Gratulationen mit den Mitstreitern und sogar ein kurzes Fachsimpeln mit Jonathan Wyatt und seiner Frau Antonella (er wurde 4. und sie 1. beim Schneeberglauf über 10 km!!!) geht sich aus…

…natürlich gehts um Schuhe, was sonst ;-)

Dann noch mit der Crew, die heute durch meinen Dad verstärkt wurde, ein gemütliches Essen und den nun angebrauchten Tag oben am Schneeberg genießen. Um 15:00 dann die Siegerehrung:

…und gegen 18:00 sind wir dann auch wieder etwas müde back home. Ein langer Tag für einen “kurzen” Lauf; aber super schön gewesen. Geniale Trails. Wirklich! Es muss nicht immer ein Ultra sein ;-) …Ich komme wieder (u.U. gibt es nächstes Jahr auch was längeres ;-))! Danke an die Organisation und den vielen freundlichen Helfern an der Strecke (BTW: GU ist einer der Sponsoren dieses Laufs und somit waren die Labestationen perfekt für mich gedeckt! Danke!) sowie meiner Crew fürs hin- und retour begleiten…

…über dem Nebelmeer. Schön etwas Vitamin D zu tanken!

so long und happy trails!

http://www.schneeberglauf.at/trail.html

BTW: mein Bericht zum Sardona Ultra (82km und 6100 posHm!) ist in der jetzigen Nov/Dez Ausgabe (6/2013) des Trail Magazins!

Sardona Ultra: Sämi und ich, wir hatten Spass!

BTW2: auch der Bericht zum TAR (Transalpine Run) von meinem Teampartner Denis ist dort zu finden! Enjoy reading it ;-)

TAR: …Denis und ich beim alltäglichen post-race Trankerl ;-)

Café au Lait, Crêpes & Orangina

Oder
Die perfekte Kombination “alter” Leidenschaften (Klettern und Café) mit einer “neuen” (Trail laufen)

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…nach einem für mich enttäuschenden Chiemgauer 100 Meilen 2013 und einer beruflichen Zwangspause haben Silke a.k.a. die Crew und ich die Idee geboren, dem schönen Frankreich wieder mal einen Besuch abzustatten, mit dem Hintergedanken uns bekannte (und teils auch noch unbekannte) Klettergebiete anzusteuern, etwas zu kraxln und ganz nebenbei das Trailpotenzial dieser Gebiete anzutesten. Gleich vorweg: sehr zu empfehlen!!!

Na gut, meine Kletterkünste waren auch schon mal viel besser und beim Laufen läuft es gerade nicht so gut, aber gerade deswegen ist es eine Reise wert. Einfach ganz entspannt und relaxed die Gegenden entdecken und genießen, viel Kaffee und Orangina zu trinken, das eine oder andere Crêpe, pain au chocolat oder Croissant zu essen und nebenbei an der Kletter- und Laufform arbeiten. Gesagt, getan. Den Caddy mit vielen Laufschuhen und Kletterschuhen vollgestopft und los geht’s. Ok, ein kurzer Abstecher ins Ötztal, an den Lago die Garda und ins Zillertal musste noch sein (Berliner Höhenweg: wir kommen wieder und erledigen dich dann ganz!), aber dann geht es ins Land von Café au Lait und Orangina!

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Station Nummer eins: CHX, Chamonix.

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Vermutlich keine weitere Erklärung notwendig, aber einfach immer ein Besuch Wert, noch dazu wenn man dort auch noch Freunde trifft. Nach einem Shoppingtag und einem gemütlichen Lauf nach Les Houches und Retour geht es Tags darauf den Vertical K rauf Richtung Brevent.

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Beim Downhill dann die erste und für lange Zeit einzige Dusche von oben. Nice Anyway. Regen. Zeugs trocknen…

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Weiter nach La Grave über den Col de Glandon; vermutlich jedem Tour de France Fan ein Begriff, aber eben auch zum laufen so wie es aussieht sehr genial. Leider lässt uns ein Gewitter aber nicht und wir übersiedeln gleich nach La Grave – La Meije. Zum klettern war ich noch nie dort, aber im Winter wohl eines der coolsten freeride Spots die man sich vorstellen kann. Freaks en masse. Nun im Sommer eher zum wandern und Gletscher-Spazieren beliebt, aber eben auch mehr als nur einen Zwischenstopp wert zum laufen.

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Rauf über das Refuge Chancel mit einer chocolat chaude Pause um oben bei der Bergstation eine Portion frites und die verdiente Orangina zu genießen.

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Dann die 1800hm downhill statt mit Skiern per pedes. Anders, aber super schön!

Und weiter geht’s nach Ceüse (bei Gap) um dort ein paar alte Freunde zu treffen. Ceüse, eines der wohl besten Klettergebiete der Welt! Trailmäßig aber auch nicht von schlechten Eltern, sofern einem nicht der tägliche 1Std. Zustieg zum Klettergebiet nicht eh reicht. Ein Lauf rauf aufs Plateau bzw. entlang der ganzen Krone von Ceüse ist ein Muss.

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Daneben der Petite Ceüse bietet sich vor oder nach dem Klettern (je nach Sektor) an. Einmal rundherum dauert schon länger und die Calfs wären eine gute Idee. Nicht wegen der Länge der Strecke, sondern aufgrund des vielen Gebüsch durch das man sich das Beinerasieren sonst sparen kann.

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Nach 4 Tagen, zerschundenen Beinen und schon etwas wenig Haut auf den Fingern geht es weiter nach Orpierre. Auch eines der alten Klettergebiete mit nettem Dörfchen und tollem Ambiente.

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Und als Nachbartal die George de la Meouge: zum Gumpenbaden der Hammer! Aber eben auch entlang des Flusses und dem Bergkamm zwischen den zwei Tälern Trails zum abwinken.

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Aufgrund der Hitze ist die Meouge natürlich eine sehr willkommene Abkühlung, samt Gewand und Schuhe, die ja eh gleich wieder trocken sind. Am Ende des Tales der Col de Perty mit Ausblick auf den Mont Ventoux (…Tour de France) und einem wunderbar verwunschenen Wald und feinsten Pfaden. Doch ein recht monströses Wildschwein hat uns dann früher als geplant umkehren lassen.

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Nach 5 Tagen und noch weniger Haut auf den Fingern dann die Übersiedelung ans Linke Ufer der George du Verdon oder Grand Canyon de Verdon. Ein weiterer Kletterklassiker bekannt für viel Luft unterm Hintern, aber eben mittlerweile auch bei den Traileurs nicht unbekannt. Zwischen Schlucht und Militärgebiet gibt es einiges zu Laufen und der eine oder andere Weg führt sogar durch das Sperrgebiet. Am Abend nach dem Klettern machen mir beim zurück laufen allerdings nicht die Soldaten sorgen die hier irgendwo rumstehen könnten, sondern vielmehr die vielen Grabspuren der Wildschweine. Der Kontakt ist dann allerdings erst bei den Mistkübeln des Campingplatzes. Die haben wohl auch schon hunger, so wie ich :-)

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Als Rasttag geht’s dann die Linke Schluchtseite runter zum Fluss und über einen seilversicherten Steig wieder nach oben. Bei weniger Wanderer sicherlich auch eine schöne Laufrunde. Tags darauf nach La Palud an der rechten Schluchtseite nachdem unsere Kletterfreunde wieder den “Heimweg” nach Ceüse angetreten sind. Von dort bietet sich eine schöne Ründe runter zum Fluss und entlang des Flusses raus bis zum Point Sublime an. Inklusive 2 Flussbäder und der Stairway to Heaven. Awesome. Zum Abschluss noch ein langer Tunnel den wir ohne nettem Frenchman wohl im Dunklen hätten absolvieren müssen. Für den Rückweg als Stärkung ein Eis to Go.

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Ist man dann schon mal in der Verdonschlucht muss man sich doch auch den Anfang des Tales näher ansehen, oder. Also rauf ins Haute Verdon, genauer gesagt zum Col d’Allos. Dort drängt sich als “Morgenrunde” der Grat rauf auf den Grd. Cheval de Bois quasi unweigerlich an. Superschön und weniger weit als es aussieht, aber es gibt ja genügend Zusatzschleifen um den Lauf auszuweiten.

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Nun wieder Retour in den Parc National Les Ecrins, diesmal aber nicht La Grave sondern Ailefroide nicht allzu weit von Briancon. Ein Boulderdörfchen dass etwas an das Camp4 im Yosemite Valley erinnert. Und wie soll es anders sein, auch hier werden wir nicht enttäuscht: Trails vom Feinsten rauf zu den vielen Gletschern des Nationalparks. Und wie im Falle des Glacier Blanc sogar mit einem tollen Refuge mit Kaffee, Kuchen und na klar, einer Orangina :-)

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Und jetzt?! Es bleiben noch einige Tage bis zum Start des Transalpine Runs und am Heimweg bietet sich als erneuter Zwischenstopp CHX an. Um etwas UTMB Luft zu schnappen. Mal sehen ob es diesmal wieder regnet oder schneit, oder ja vielleicht doch die Sonne lacht, so wie fast immer bei diesem Trailtrip :-)

…wir haben sicherlich keine neuen FKTs aufgestellt und auch nichts Neues, Arges oder Krasses gemacht, sondern einfach das gemacht, was wir gerne machen. Draußen an der frischen Luft sein und die Natur genießen. Schöööön is es!!!

Bonne nuit!

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The wrong ingredients

oder
Warum beim Chiemgauer 100 Meilen für mich bei nicht mal 100 km Schluss war.
Chiemgauer 100 Meilen 2013
Die letzen zwei Jahre durfte ich diesen Lauf jeweils als Erster (2012 gemeinsam mit Lars!) beenden. Somit waren auch meine Erwartungen für dieses Jahr recht groß (zu?!). Heuer leider sollte es nicht für den ersten Platz reichen. Nein, nicht einmal für irgendeinen Platz. Nicht einmal beenden sollte ich dieses Rennen ;-(
Das Rezept für die versalzene Suppe:
Man nehme eine ordentliche Portion einer tollen 100 Meilen Strecke gespickt mit vielen technischen Passagen und mehreren Prisen voll Höhenmeter und füge dazu hochsommerliche Temperaturen, einen komischen/verkorksten Magen, eine immer noch nicht (oder schon wieder nicht) ganz fitte linke Wade und zu guter Letz aufgrund der Magenprobleme eine unzureichende Kalorienaufnahme und man erhält zwar nicht unweigerlich aber in diesem meinen Fall ein DNF. Das Nervt Fürchterlich. Oder Das Nährt den Frust! Oder einfach nur Did Not Finish. Nach 14:25 h, ~96 km und dem einen oder anderen K-Höhenmeter musste ich mit leerem Tank (ja, Flasche leer!) und aufgrund sportlicher Wertlosigkeit aufgeben. Schon zum zweiten Mal heuer. Oder besser gesagt, weil ich es einmal nicht akzeptieren wollte, folgten nun Zwei. Damn. Damn. Damn. Viel mehr gibt’s da leider nicht zu sagen.
Oh doch: ein riesen Lob und Dankeschön an Gi und all seine Helfer die diesen fantastischen Event immer wieder auf die Beine stellen und ich drücke ganz fest die Daumen, dass es nächstes Jahr eine 10. (!!!) Ausgabe des Chiemgauer geben wird! Danke für die tolle Organisation, die familiäre Stimmung und einen Lauf der Seinesgleichen sucht. Danke!
Und auch all den vielen Helfern die von den Läufern selbst gestellt wurden. Unter anderem auch mal wieder Silke, meine Crew, die zusammen mit Carmen uns alle in Adlgass versorgt haben. Dankeschön euch zwei und all den vielen anderen. Ohne euch wäre das nicht so “einfach”. Auch wenn ich das volle Angebot in den Labestationen leider nicht ausschöpfen konnte, es war perfekt. Super!
Danke auch an all die Mitstreiter und Hut ab vor all denen die heuer gefinished haben. Egal ob 100 km oder 100 Meilen. Meisterleistung.
Danke an Rudi dass ich mit dir bis Adlgass laufen durfte und du mich bis dort hin überhaupt gebracht hast. Speziell das Stück nach der Steiner Alm; war Super da jemanden neben sich zu haben. Rudi, das nächste Mal greifen wir zwei wieder an! Aber jetzt einmal zwei Gänge zurück und die Akkus neu aufladen.
Nick, it was a pleasure to run with you for a couple of miles. Your performance was simply awesome! You are used to the heat (as a San Diego resident and a Badwater finisher!) but still running such a time (22:46 h, only 7 minutes behind the course record!) is simply great! Chapeau! I wish you all the best for your next goal!
Was nun?! Das nächste Ziel heißt Transalpine Run Ende August. Mit meinem Partner Denis. Ich freu mich riesig! Und gebe mein Bestes bis dahin wieder voll fit zu sein.
Somit habe ich noch die eine oder andere Woche um wieder meinen Rhythmus bzw. flow zu finden. Das ist machbar. Frei nach Caballo Blanco werde ich mich nun mal wieder auf Easy & Light beschränken, und schön langsam wieder an Smooth arbeiten. Vielleicht gesellt sich dann Fast ja irgendwann (idealerweise beginnend mit dem 31. August) wieder dazu. Aber vorallem jetzt einmal Gesund bleiben und die Trails da draußen genießen ;-)
Miles & Smiles. Mit momentanen Augenmerk auf Smiles! Ein Abstecher ins Ötztal, ein Kurzbesuch am Lago di Garda und die 3/4. Strecke des Berliner Höhenweges im Zillertal waren ein guter Start. Der Zwischenstopp in Chamonix wie immer genial (der KV ist spitze!) und mal sehen wie es beim Kraxln und Trails unsicher machen nun weiter geht. Südfrankreich wir kommen!
;-)

My First Stage Race

Oder warum 160km und 10000 pos. Höhenmeter auf 4 Tage aufgeteilt nicht leichter sind als non-stop. Anders eben!

…Garmisch: nach der Anmeldung etwas Sonne genießen. Nummer 269!

Salomon 4Trails 2013. 4 Tage lang durch die Alpen laufen. Über geniale Trails, tolle Scharten und Joche, perfekte Kämme und Grate, und zwischendurch Zwischenstopps in den Tälern. Von Garmisch-Partenkirchen (D) geht es am ersten Tag nach Ehrwald (AUT): 36.3km, 2410 positive und 2113 negative Höhenmeter. Der zweite Tag ist die Königsetappe: von Ehrwald nach Imst: 45.3km, 2723 positive und 2940 negative Höhenmeter. Am dritten Tag ein „Sprint“ mit 33.6 km und 1844 positiven sowie 1804 negativen Höhenmeter von Imst nach Landeck. Am vierten und „schon“ letzten Tag von Landeck nach Samnaun in die Schweiz: aufgrund eines Erdrutsches dann doch die längste Etappe mit 47km und 2844 positiven sowie 1820 negativen Höhenmeter. Also etwa 160 km und 10000 positive Höhenmeter. Nice!

…dass ich so eine Strecke laufen kann – ja sogar non-stop – wusste ich. Aber ob ich sowas aufgeteilt auf 4 Tage schaffe!? Jeden Tag Gas geben und am nächsten Tag wieder neu motivieren und loslegen. Nicht ohne. Und gerade jetzt? Hinzu kommt mein etwas „unglücklicher“ Saisonstart (DNS & DNF), der dem Selbstvertrauen natürlich schon einen Dämpfer gegeben hat. Anyway, das klingt nach einer neuen Herausforderung, nach einer tollen Landschaft und einer Horde an Gleichgesinnten. Na dann: los!

Regine und ich wenige Minuten vor dem Start der 4Trails in Garmisch

Der erste Tag fängt eher mühsam (um 10:00) an und Rhythmus finde ich keinen. Es ist recht warm und bergauf komm ich gar nicht ins Laufen. Nach dem ersten Hügel wäre ich am liebsten umgedreht. Was soll es, sind ja noch 3 Tage. Rauf zur Längenfelder Talstation ist es kühler und es geht gleich besser.

Ein Lichtblick des Tages: ich darf den Downhill von dort runter zum Hammersbach machen! Beim ZUT war ich zu diesem Zeitpunkt ja leider bereits ausgestiegen. Gemeinsam mit Nico werfen wir uns bergab. Ein Schweizer von den Alpinerunner, den ich auf La Palma beim Transvulcania kennen lernen durfte.

fallen lassen ;-)

Mann, das hat Spaß gemacht. Jaja, runter laufen ist ja eigentlich nur kontrolliertes fallen lassen (wenn die Neigung stimmt)! Und auch der Rest ging dann schon irgendwie bis nach Ehrwald.

rein zur V3 des Tages: Melonen! und Salztomaten :-)

Der Anstieg zur D/A Grenze war wieder toll und ich musste kämpfen um mit Claire mithalten zu können. Die Lady läuft einfach (fast) alles. Sehr beeindruckend. Bergab nach Ehrwald konnte ich sie dann aber bei einigen Regentropfen (es sollten die einzigen in diesen Tagen bleiben!) hinter mir halten. Super Etappe! Und nach 4:32 h freu ich mich riesig auf den Dorfbrunnen. Und meine Beine erst.

…das kühle Nass. Sehr fein!

9. Platz General Ranking Men und 15. Insgesamt. Zufrieden, trotz der Nicht-Laufen-Wollenden Beine. Und jetzt!?

Normalerweise ist nach einem Lauf dann immer eine gewisse „Gleichgültigkeit“ gepaart mit Zufriedenheit mit der Gewissheit es am nächsten Tag gemütlich angehen lassen zu können; aber diesmal ist das erst der erste Tag! Drei weiter folgen noch. Also Essen fassen und genug trinken. Ein GU Chocolate Smoothie, Cola und dann ab zur Massage. Hab gleich das volle Packet online gebucht: sehr zu empfehlen! Tut echt gut. Und danach: ab zur Pasta Party um die verbrauchten Kalorien mit neuen zu ersetzen. Dann noch einen Campingplatz suchen und ab in den Schlafsack. Das Ganze in Begleitung meiner Supercrew. Auch für Silke eine ungewohnte Situation, denn an der Strecke ist eigentlich keine wirkliche Betreuung nötig; aber die Vor- und Nachbetreuung ist mal wieder spitze und wichtiger als bei Eintagesrennen! Danke mal wieder!

…unser Zuhause!

Tag 2 (7:00): Wie haben die Beine den gestrigen Tag weggesteckt? Sind die Waden fit? Zumindest gestern meldeten sie sich nicht negativ.

der obligatorische Materialcheck in der Früh

Wie auch immer, am Start überwiegt die Freude aufs Laufen; auf tolle Trails und die Grünsteinscharte (2272m). Und schon sind wir unterwegs. Anfänglich mühsam, aber je höher wir raufkommen, desto besser fühle ich mich.

Oben im Schnee rauf zur Scharte ist es einfach super schön und der Downhill danach ein Traum. Grober Schotter und Schneefelder, ich bin in meinem Element.

Leider kommt dann irgendwann die immer flacher werdende Forststraße und die Temperaturen werden wieder höher. Kurzer Einbruch nach der V2. Uff. Ich muss stehen bleiben. Trinken. Gel. Ich werde überholt. Dann komm ich aber in den Genuss des virtuellen Schlepptaus von Bernd und Ivan. Schon genial wie so was wirken kann! Danke an dieser Stelle! Bei der Haiminger Alm werden wir mit Extrawasser versorgt. Sehr willkommen! Dann noch ein endlos scheinender Pfad durch Latschen bis wir dann endlich am Haiminger Kreuz stehen (2203m). Genialer Ausblick. Kurz genossen und schon geht’s erst Richtig zur Sache. Wir haben noch 1400 Höhenmeter zu vernichten. Gemeinsam kämpfen wir uns nach unten. Der Pfad ist super technisch. Das lenkt ab. Kurz nach der V3 schießt dann Nico an uns vorbei. Awesome. Da kann ich leider nicht mitgehen, aber immerhin reicht es gerade noch Ivan und Bernd einige Meter hinter mir zu halten. Der Schlussanstieg über die Wiese ist noch mal brutal, aber das Ziel umso schöner. 5:57 h.

…gerade noch unter 6Std :-)

Gerade noch unter 6h! 11. Platz Men; 18. Overall. Proud to be chicked by Angela Mudge. Hab sie an diesem Tag nur kurz am Start gesehen. Die Herren im Spitzenfeld auch. Schon arg, was die für ein Tempo gleich am Start hinlegen. Da sind wohl noch einige Speedeinheiten notwendig ;-)

…die Truppe: Ivan, Bernd, me und Nico (v.l.n.r.)

In Imst dann erst mal eine Dusche, dann wieder Massage direkt hinter der Kletterwand. Eigentlich hab ich sogar fast Lust da jetzt etwas rumzukraxln. Entscheide mich aber doch lieber für etwas Essen und Trinken. Dann noch ab in den Ort zu einem Baumarkt um Verlegeband (Doppelklebeband) zu besorgen. Bei den Downhills ist mir meine Sohle in den Schuhen spazieren gegangen. So festgeklebt funktioniert das perfekt; und meine Fellraiser sollten mich auch die weiteren 2 Tage begleiten. Am Abend dann wieder Pasta und lokales Brauchtum/Volksmusik.

…das schaute ja fast anstrengender aus als was wir hier den Tag über gemacht hatten ;-D

Sehr nett. Und schlussendlich wieder am Campingplatz in den Schlafsack. Gute Nacht.

Der dritte Tag ging gleich rasant los, es sind ja nur 33km und keine 2000 hm; und nur ein Berg. Der erste Tag an dem ich ins Laufen komm. Endlich. Es läuft. Gripmaster steht irgendwo an der Strecke und filmt: „Das wird dir gefallen, ist wie in den Grazer Grasbergen“. Und er hat recht, es fühlt sich irgendwie vertraut an und es macht einfach Spaß. So soll es sein. Irgendwann kommen wir dann raus aus dem Wald und rauf auf einen Grat. Sehr genial. Steinig, aber laufbar.

Als wir den höchsten Punkt, den Glanderspitz  auf 2512m erreicht haben, bin ich kurz hinter Dr. Miksch und Andreas Rois, ein weiterer Grazer aus dem Team Salomon (Österreich) der beim Veitschlauf heuer eine Zeit von 4:08 hingeknallt hat. Super! Ich fliege am Herrn Dr. vorbei und kurz darauf auf die Schnauze. Autsch! Kurze Schadensmeldung: das rechte Knie und die rechte Hand schmerzen. Na am besten gleich weiter. Eine Zeit lang humple ich etwas dahin, aber irgendwann läuft es wieder rund und ich kann sogar Andreas überholen. Die letzen Meter ins Ziel versuche ich dann noch den Dr. zu erwischen; aber es fehlt mir dann doch eine Sekunde. Aber sicherlich eines der coolsten Zielfotos: Das dritte Bein hinter Dr. Miksch ist meins ;-) …3:33 h. Nice!

…das Dritte Bein da is meins!

Nachdem es heute ja „nur“ ein kurzer Tag war, ging es nach der Massage (die im Kino war) ab ins Landecker Schwimmbad um etwas Farbe zu schinden. Danach noch eine Pizza vor der Pastaparty. Dort dann wieder das tägliche Streckenbriefing und die Bilder sowie das Video des Tages reingezogen. Am Campingplatz haben wir dann noch Glück einen Platz zu bekommen, denn eigentlich war der schon voll. Danke.

Tag 4, der letzte Tag: Klar, die Oberschenkel sind bereits angeschlagen, aber im Großen und Ganzen fühle ich mich in Lauflaune. Sehr schön. Heute aufgrund eines Erdrutsches doch die längste Etappe der 4Trails 2013. Die ersten gut 10 km geht es auf Asphalt stetig nach oben. Normalerweise mag ich sowas nicht, aber irgendwie scheint der Laufrhythmus wieder hergestellt (viele viele Wochen nach Transvulcania).

Am Fisserjoch (2432m) ist die V1 und eine treue Begleiterin der 4Trails mit Kuhglocke hält sogar meine Leki-Stecken während ich Tomaten und Gurken mit Salz in mich reinstopfe. Dankeschön! Runter zur Kölner Hütte und rauf zum Arezzjoch bin ich anfänglich mit Ivan unterwegs und wir plaudern dahin. Etwas später schließe ich auf Dr. Miksch auf und wir erreichen gemeinsam die V2 am Arezzjoch (2587m). Rüber zur Ochsenscharte (2787m) wühle ich mich gemeinsam mit ihm und Bernd durch den schon etwas weichen Schnee. Schön da oben.

Beim Downhill über Schneefelder holen wir dann Angela Mudge ein. Meine zwei Begleiter geben Gas und ich muss sie ziehen lassen. Bergab will es anfänglich nicht so wirklich. Die Oberschenkel jammern etwas. Ich schaffe es aber immerhin auf Sichtweite hinter Angela zu laufen. Zu viel „laufen lassen“ will ich nicht riskieren, denn an der A/CH Grenze (und V3) geht es dann noch etwa 8km teilweise flach aber eben auch noch immer wieder etwas bergauf bis rein nach Samnaun. Immerhin laufe ich noch die ganze Strecke und die letzten Meter rein nach Samnaun sind toll. Kurz vor dem Ziel klatsche ich noch bei Andreas ab, der schon gemütlich im Schatten sitzt und Melone mampft. Schlußendlich schaffe ich es auch heute wieder unter 6 Stunden, ja sogar auch wieder in 5:57 h ins Ziel.

…schön!

happy!

11. PLat Men, 17. Overall und wieder mal proud to be chicked by Angela (diesmal nur um eine Minute). Im Ziel! In einer Gesamtzeit von 20:00 h ;-) Das reichte dann immerhin noch für einen 9. Platz im General Ranking Men und einem 14. Platz Overall. Für mein erstes Stage Race ein Anfang. Schön war es! Gerne wieder.

Bernd hat mir heute einige Minuten abgenommen!

…und Andreas sowieso. Danke auch an den Mann im Hintergrund: Cappuccino und Espresso waren ausgezeichnet!

Salzig, aber gut!

 

 

 

 

 

 

Finisher ;-)

Nun wirklich im Ziel! Super schön. Es gibt sogar frische Pizza. Genial. Und ein Alkoholfreies. Fein. Silke und ich hängen noch lange im Zielbereich herum und wir applaudieren den anderen Finishern. Zwischendurch eine finale Massage. Sehr fein. Und nach und nach kommen die vielen vielen Finisher. Super! Irgendwann geht’s dann rauf ans Ortsende wo wir uns zum Abschluss ein Hotel gönnen (die Schlafsäcke müssen ja auch mal ausruhen). Schnell umziehen und wieder runter marschiert Richtung Bahn. Mit der Doppelgondel geht es dann rauf zum Gipfelrestaurant wo die finale Pastaparty stattfindet. Tolles Ambiente und Pastaparty ist definitiv untertrieben. Es gibt 1A Essen und ich schaffe es danach fast nicht mehr aufzustehen. Die Steinpilz-Lasagne kann ich nur weiterempfehlen! Nachdem wir dann alle bei erhöhten Temperaturen (es waren doch viele Leute) unser Finisher-Shirt einzeln (vielleicht nicht ganz die ideale Lösung) erhalten haben und wir uns von vielen alten Bekannten und noch viel mehr neuen Gleichgesinnten verabschiedet haben, geht es wieder runter nach Samnaun.

Silke und ich haben noch das Glück einen weiteren Tag hier zu verbringen und wir nutzen die Gelegenheit mit den Gondeln und Sesselliften bis nach Ischgl zu „fliegen“, wo wir uns eine weitere Pizza genehmigen.

…Flug nach Ischgl

Beim „Rückflug“ stoppen wir dann kurz und wandern über einen Klettersteig noch auf die Flimmspitze. Somit lassen wir einen Sessellift aus und sehen noch etwas mehr von dieser grandiosen Gegend. Und meine Beine bekommen etwas Bewegung.

Flimmspitze

Danach noch ins Spa in Samnaun. Whirlpool, Dampfsauna und einfach nur im Wasser treiben lassen. Sehr fein. Am Abend dann noch einen Veggie-Burger und irgendwann ist dann leider auch dieser schöne Ausflug zu Ende.

Schön. Vielen vielen Dank an alle die mich unterstützen: Danke dass ich hier dabei sein durfte! Danke an PlanB für die super Organisation; Dank all den Helfern an der Strecke sowie davor und danach. Das war Spitze! Danke Salomon, Suunto, GU Energy Gels, Innovit und Alpenheat für den Support! Danke Crew, danke Silke! Und danke an die vielen super netten Gleichgesinnten mit denen ich die (4)Trails teilen durfte. Besonders hat es mich gefreut mit Nico, Bernd, Ivan und Andreas den einen oder anderen Meter gemeinsam zu laufen. Super schön war es. Hat mir sehr gefallen. Einem Tofol oder Hugenschmidt konnte ich zwar nicht ansatzweise folgen, und kann nur sagen sehr beeindruckend was die Herrn da abgeliefert haben.

Im Nachhinein gesehen kann ich nur sagen, dass es sicherlich nicht einfacher ist, so eine Strecke über 4 Tage zu laufen statt non-stop; aber eben anders. Auch sehr intensiv, aber anders. Wenn ich wählen müsste zwischen non-stop und stage-race; ich könnte mich vermutlich nicht entscheiden. Man muss mal beides machen. Einzig und alleine die Sonnenauf- und untergänge fehlen hier, aber dafür ist der Grundspeed einfach doch etwas höher, was ganz einfach seinen Reiz hat und wofür ich noch trainieren muß! Am Wichtigsten: ich habe wieder was gelernt. Über mich. Und noch viel wichtiger: Ich durfte wunderschöne Gegenden und super nette Leute kennen lernen. Sehr schön! Danke.

mein Equipment

BTW: Materialliste: nachdem das Wetter sehr gut war, lief ich die ganzen 4 Tage mit dem Salomon Fellraiser (sehr interessantes Teil!) und dem Salomon Advanced Skin Lab Hydro 12 (genialer „Rucksack”! Mein neuer Liebling!). Gewandmäßig reichten 2 Exo S-Lab Tanks und eine Twinskin Short. Gegen die Sonne durfte meine Julbo Dust nicht fehlen. Bergauf geschoben hab ich mich mit einem Paar Leki Microsticks und verköstigt mit 4-6 GU Gels pro Tag und sonst hauptsächlich Melonen, Tomaten und Gurken. Im Rucksack natürlich immer die komplette Pflichtausrüstung. Wenn der Rucksack richtig gut sitzt, macht das bisschen Extragewicht nichts aus. Und man kann ja nie wissen, was die Launen der Natur so alles bringen…

 

BTW2: morgen geht’s in den Chiemgau: die 100 Meilen stehen am Programm. Freu mich schon so!